Plattform Kinderwahlrecht bringt Papier in den Österreich Konvent ein

Wien (OTS) - Fehlendes Wahlrecht für Kinder eine "Diskriminierung aufgrund des Alters" - Hoffnungen auf Unterstützung im Österreich Konvent bei Volkspartei, Grünen und FPÖ. Bei der SPÖ "nützen die Argumente bisher nichts". - Partner der Plattform sind zahlreiche Persönlichkeiten und Institutionen aus Zivilgesellschaft, Kultur und Wirtschaft.

Die überparteiliche Plattform Kinderwahlrecht übermittelt dem Österreich Konvent heute ein Papier zum Kinderwahlrecht, das in der Sitzung des Konvents morgen, Freitag, einer ersten Behandlung zugeführt werden könnte. Die Plattform hat sich in den vergangenen Wochen konstituiert. Auf der Startseite des Internetauftritts www.kinderwahlrecht.at ist das Anliegen der Plattform zu finden: Sie "tritt dafür ein, dass jedes Kind in allen Wahlgängen und Abstimmungen und auf allen Ebenen eine Stimme erhält. Dieses Stimmrecht soll, bis zur Erreichung der persönlichen Wahlberechtigung, von den Eltern stellvertretend ausgeübt werden."

Lukas Mandl, Initiator der Plattform Kinderwahlrecht: "Ein Stellvertreterwahlrecht für Kinder ist ein Gebot der Generationengerechtigkeit. Im derzeitigen System gibt es unbescholtene Staatsbürger mit Interessen, die von politischen Entscheidungen voll betroffen sind, aber kein Wahlrecht haben. Das ist ungerecht. Das Kinderwahlrecht würde nicht Privilegien für Familien bringen, sondern eine bestehende Diskriminierung beseitigen." Diskriminierung aufgrund des Alters sei in allen Bereichen abzulehnen, so Mandl.

Vermutlich wird das Ergebnis des Österreich Konvent ein Vorschlag für eine Gesamtänderung der Bundesverfassung sein. Dieser Vorschlag müsste einer Volksabstimmung zugeführt werden. Die Plattform Kinderwahlrecht arbeitet darauf hin, dass der Vorschlag die Einführung eines Kinderwahlrechts enthält. Dazu bedarf es einer Mehrheit im Österreich Konvent. "Politiker der Regierungsparteien haben sich schon in der Vergangenheit für ein Kinderwahlrecht ausgesprochen. Die werden diesen großen Wurf vielleicht wagen. Die Grünen müssten ihrer Basis mehr Vertrauen schenken, die eindeutig mehrheitlich für ein Kinderwahlrecht ist. Mit den Stimmen von Nahestehenden von Volkspartei, Grünen und FPÖ im Konvent wäre ein wichtiger Schritt gesetzt. Bei der SPÖ besteht noch die Hoffnung, dass sie sich ein Beispiel an den deutschen Sozialdemokraten nimmt, deren Spitzenvertreter für ein Kinderwahlrecht kämpfen. Die SPÖ scheitert hier an selbst errichteten ideologischen Hindernissen. Da nützen die Argumente bisher leider nichts.", so Mandl.

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Plattform Kinderwahlrecht, Matthias Dietrich
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Tel.: +43 676 3235579
http://www.kinderwahlrecht.at

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