Moosbrugger: Ländliche Entwicklung muss im Zentrum der Agrarpolitik bleiben

Verankerung in Region ist Voraussetzung für Erfolg ländlicher Entwicklungspolitik

Wien (AIZ) - "Zwei Drittel der österreichischen Bevölkerung leben im ländlichen Raum. Angesichts der bevorstehenden Erweiterung der Europäischen Union und der laufenden Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik muss die Politik für den ländlichen Raum weiterentwickelt werden. Die ländliche Entwicklung hat aber auch in Zukunft ein wesentlicher Eckpfeiler in der Agrarpolitik zu bleiben. Neben der Zusammenführung der verschiedenen Geldquellen zu einem Fonds, die grundsätzlich zu begrüßen ist, sollen die Regionen künftig stärker in Planung und Abwicklung von Förderprogrammen eingebunden werden. Die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen im ländlichen Raum sind weitere wichtige Ziele, die wir als landwirtschaftliche Interessenvertretung voll unterstützen", erklärte heute der Vorarlberger Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger, Vorsitzender des PRÄKO-Ausschusses Ländlicher Raum, zu den Ergebnissen der zweiten Europäischen Konferenz für ländliche Entwicklung, die in der Vorwoche in Salzburg stattfand.

Ziel sind lebendige ländliche Regionen

In der Umsetzung und Ausgestaltung der ländlichen Entwicklung ist Österreich europaweit führend, zumal hierzulande rund 65% der Agrargelder in die ländliche Entwicklung fließen, zum Wohl der Umwelt und der Bevölkerung im ländlichen Raum.

"Eine moderne, effiziente und nachhaltige ländliche Entwicklungspolitik ist nicht nur für Bauern, sondern für die gesamte Landbevölkerung als auch für Stadtbewohner von großer Bedeutung. Ländliche Räume brauchen die Landwirtschaft und umgekehrt kann die Landwirtschaft ohne ein lebendiges ländliches Umfeld langfristig nicht überleben. Diversifizierung, Modernisierung, Investitionen und Jobs über den Agrarsektor hinaus sind für uns daher nicht nur Schlagwörter am Papier, sondern wichtige Vorgaben in der täglichen Praxis, die zur Erhaltung lebendiger ländlicher Gebiete als auch für die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft notwendig sind", unterstrich Moosbrugger.

Einfache und benutzerfreundliche Umsetzung

Die gesamte ländliche Entwicklungspolitik solle in Zukunft einfacher und benutzerfreundlicher werden und auch die Programmplanung in den Mitgliedsstaaten sei künftig unter stärkerer Einbeziehung der EU-Bürger zu entwickeln, schließlich müssten Programme das leisten, was die Region will und die Betroffenen konkret wollen, lauten wesentliche Zielsetzungen der Europäischen Konferenz für ländliche Entwicklung.

"Mit der Neuausrichtung der Politik für den ländlichen Raum wurde in Salzburg ein klares Signal des agrarpolitischen Aufbruchs gesetzt. Für uns als landwirtschaftliche Interessenvertretung ist dabei einmal mehr festzuhalten, dass eine wettbewerbsfähige Landwirtschaft einen intakten ländlichen Raum braucht und die ländliche Entwicklungspolitik daher auch in Zukunft ein zentrales Instrument der Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik bleiben muss", betonte Moosbrugger.
(Schluss)

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 01/533-18-43, pressedienst@aiz.info
http://www.aiz.info
FAX: (01) 535-04-38

AIZ - Agrarisches Informationszentrum, Pressedienst

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AIZ0001