"Konsument"-Test: Digitalkameras

Qualitätsschwund bei Newcomern. Vorletzte Generation der Digital-Kameras empfehlenswerter. Preislich im Sinkflug unterwegs.

Wien (OTS) - Schon im Vorjahr waren Digitalkameras ein Verkaufshit im Weihnachtsgeschäft. Für das laufende und nächste Jahr wird wieder eine Verdoppelung des Absatzes prognostiziert: 16 Millionen Stück sollen allein in Westeuropa über die Ladentische wandern. Denn die Preise sinken weiter. Um den Verbrauchern die digitale Shopping-Tour zum frohen Fest zu erleichtern, testete "Konsument" für die Dezember-Ausgabe 14 Zoom-Kameras und 4 Kameras mit fixer Brennweite in der Preisklasse von 150 bis 800 Euro. Die meisten Prüflinge absolvierten den Test mit "durchschnittlich", nur fünf schnitten "gut" ab. Damit hat sich das Ergebnis seit dem letzten "Konsument"-Test im September-Heft verschlechtert, denn damals erhielt noch jede zweite Digitalkamera die Beurteilung "gut". Obwohl die Testbedingungen sich nicht veränderten, ist nun nur noch jedes vierte Gerät "gut". Die Ursache: Die Bildqualität ist - trotz Tendenz zu höherer Pixelanzahl - gesunken.

Des Weiteren ist seit dem letzten "Konsument"-Test ein beachtlicher Preisverfall zu beobachten. So sind Kameras mit 3 Millionen Bildpunkten (= Megapixel) um fast 20 Prozent billiger, und jene mit 4 Megapixel sogar um 25 Prozent. Dadurch ergeben sich derzeit Durchschnittspreise von 310 Euro für 3 Megapixel beziehungsweise 370 Euro für 4 Millionen Bildpunkte. Aufgrund der mittlerweile nachlassenden Bildqualität stellt "Konsument" fest:
Digitalkameras der vorletzten Generation sind nicht von vornherein schlechter, tendenziell ist sogar das Gegenteil der Fall. Da diese "alten" Geräte inzwischen ebenfalls im Preis fallen, sind sie eine echte Geldbörsel-freundliche Alternative zur Generation "allerletzter Schrei". In der neuen Ausgabe des Magazins "Konsument" finden Interessierte deshalb auch eine Auflistung der besten Digicams aus den beiden vergangenen Tests. Dabei kommt die Billigste auf 350 Euro und die Teuerste auf 700 Euro.

Während beim letzten Test noch acht Digitalkameras in puncto Bildqualität "gut" waren, sind es jetzt nur noch drei:"Canon PowerShot G5" um 640 Euro, "Nikon Coolpix 5400" um 800 Euro und "Sony Cyber-Shot DSC-P10" um 550 Euro. Grund für den Qualitätsschwund ist die Miniaturisierung der Bildsensoren (Chips) im Zusammenspiel mit der Kamera-Optik. Kleinere Chips kommen den Herstellern billiger und erlauben auch geringere Kamera-Abmessungen. Unterm Strich führt die Verkleinerung der Sensoren jedoch zu Problemen mit der Bildauflösung und zu erhöhtem Bildrauschen.

Da es gerade für Laien wichtig ist, beim Digitalkamera-Kauf über die diversen Eigenheiten der Geräte Bescheid zu wissen, bietet das Dezember-Heft von "Konsument" alle wichtigen fachlichen Begriffe von A wie Auslöserverzögerung bis Z wie Zoomfaktor. Außerdem gibt es für die Kaufentscheidung einen Fahrplan, der zeigt welche Benutzertypen zu den Geräteklassen: "Fun"-, Mittel- und Top-Klasse am besten passen. Damit ist auch klar ob zwei, drei, vier oder fünf Megapixel-Geräte in Frage kommen.

Ab 19. November 2003 sind die detaillierten Testergebnisse der neuen Digitalkameras auch online unter: www.konsument.at zu finden.

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