- 18.11.2003, 10:39:55
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"In sieben Schritten zum Nachhaltigkeitsbericht"
Tagung in der WKÖ - Neuer Leitfaden erleichtert Groß- und Kleinbetrieben die Erstellung eines Nachhatigkeitsberichts
Wien (PWK811) - Immer mehr Unternehmen ist es ein Anliegen, nicht
nur ökonomisch erfolgreich, sondern auch ökologisch und sozial
verantwortlich zu wirtschaften. Eine Möglichkeit, die
Unternehmensleistungen in diesen drei Bereichen einer breiteren
Öffentlichkeit zu präsentieren, ist die Abfassung eines
Nachhaltigkeitsberichts. Ein solcher Bericht wird von vielen
Betrieben schon heute als das "Reportinginstrument der Zukunft"
gesehen.
Im Rahmen einer zweitägigen Veranstaltung in der Wirtschaftskammer
Österreich wurde heute, Dienstag, ein Leitfaden zur Erstellung eines
solchen Berichts vorgestellt. Der Leitfaden "In sieben Schritten zum
Nachhaltigkeitsbericht" (Reporting about Sustainability) nimmt
speziell auf die österreichische Situation mit ihren zahlreichen
Klein- und Mittelbetrieben Rücksicht. Im Rahmen der Tagung wird in
Workshops konkret dargestellt, wie der nachhaltige Geschäftsbericht
erfolgreich gestaltet werden kann.
"Nachhaltigkeit soll sicher keine Eintagsfliege sein, sondern in all
ihren Facetten gelebt werden. Darin werden die Unternehmer von der
Wirtschaftskammer unterstützt. Direkte Adressaten unserer Bemühungen
sind die Umweltmanager der Betriebe, aber auch die
Umweltorganisationen und Ministerien", erklärte der Leiter der
Abteilung für Umwelt-, Energie- und Infrastrukturpolitik in der WKÖ,
Doz. Stephan Schwarzer, zur Eröffnung der Veranstaltung.
Gerade Klein- und Mittelbetriebe erfüllten häufig sehr gut die
Anforderungen einer nachhaltigen Unternehmensführung, haben aber oft
wegen geringer Personalressourcen Bedenken, einen
Nachhaltigkeitsbericht zusammenzustellen, führte Schwarzer aus.
Diesen Unternehmen kann mit dem neuen Leitfaden geholfen werden. Die
52 Seiten starke Broschüre wurde von Prof. Dietmar Kanatschnig vom
Österreichischen Institut für Nachhaltige Entwicklung im Auftrag der
WKÖ, des Lebensministeriums, des Wirtschaftsministeriums, des Austria
Business Council for Sustainable Development und der
Industriellenvereinigung im Rahmen des Impulsprogramms "Nachhaltig
Wirtschaften" entwickelt.
Die Zielsetzung des nachhaltigen Wirtschaftens hilft den Betrieben,
die Mitarbeiterzufriedenheit und Arbeitssicherheit zu erhöhen,
Unfallrisiken zu minimieren und gleichzeitig die Effizienz zu
steigern. "Die Erstellung eines Berichtes steht dabei immer in engem
Zusammenhang mit den internen Prozessen und strategischen
Zielsetzungen des Unternehmens und kann auch als Risikovorsorge
verstanden werden", führte Kanatschnig aus. Die Überlegungen
entsprechen in weiten Bereichen auch der jetzt breit diskutierten
"Corporate Social Responsibility" (CSR).
Ein Nachhaltigkeitsbericht, so Kanatschnig weiter, ist mehr als ein
ergänzter Umweltbericht. Er müsse eine neue Qualität bringen und mit
einem innerbetrieblichen Nachhaltigkeitsprozess gekoppelt werden.
Wichtig sei auch die Einbindung der "Stakeholder". Auch sollen
Stärken und Schwächen dargestellt werden: "Jubelbroschüren allein
haben keinen Sinn. Wir brauchen hier eine neue Ehrlichkeit und
Offenheit", erklärte der Autor der Broschüre. In dieser wird
exemplarisch vorgezeigt, wie das funktionieren kann.
Die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichts sei nur dann sinnvoll,
wenn die darin formulierten Aussagen und Ziele im Unternehmen auch
gelebt werden, so Harald Hagenauer von der VA Tech. Eine nicht
belegbare Aussage in einem Bericht könne dem Image eines Unternehmens
langfristig schaden.
Aufbauend auf den betrieblichen Erfahrungen der Anwender wird der
vorliegende Leitfaden in den nächsten Jahren kontinuierlich
verbessert, so der Wunsch der Auftraggeber. (hp)
OTS0073 2003-11-18/10:39
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