Aktion gegen Schleppermafia führt zu weiteren spektakulären Festnahmen

Polizeikooperation deckt Korruptionsfälle bei ungarischer Grenzwache auf

Wien (OTS) - Im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft Ungarn-Österreich wurde Ende Oktober 2003 eine Schlepperorganisation zerschlagen, die sowohl von Ungarn als auch von Österreich aus, Schleppungen in den nördlichen EU-Raum organisierte.

Beim ersten Zugriff konnten von den Beamten des Bundeskriminalamtes (.BK), der Kriminalabteilung Burgenland und der ungarischen Polizei 21 Verdächtige festgenommen werden.

Bei den anschließenden Erhebungen des .BK konnten weitere Hinweise auf die Vorgangsweise der Schlepper ermittelt werden. Insbesondere verdichteten sich dabei Indizien, dass korrupte ungarische Grenzpolizisten an den Schleppungen beteiligt waren.

Aufgrund der Hinweise des .BK konnte die ungarische Polizei neun Grenzpolizisten der Beihilfe zur Schlepperei überführen. Außerdem wurden noch zwei weitere Schlepper festgenommen.

Die neun Grenzpolizisten verrichteten an der ungarisch-serbischen Grenzkontrollstelle Tompa ihren Dienst. Sie sollen für das

"Wegsschauen" bei der illegalen Einreise von Geschleppten bis zu 50 Euro pro Person verlangt haben. Es ist davon auszugehen, dass dadurch täglich tausende Euro in die Taschen der korrupten Grenzpolizisten flossen.

Die ungarischen Behörden werden heute um 11.00 Uhr in einer Pressekonferenz in Szombathely/Ungarn gemeinsam mit Vertretern des

.BK und der Kriminalabteilung Burgenland die Aufdeckung dieses Korruptionsfalles präsentieren.

Die ungarischen Vertreter zeigen sich über diesen Korruptionsfall betroffen, werten seine Aufdeckung andererseits aber auch als deutliches Signal dafür, wie scharf Ungarn gegen Korruption vorgeht.

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