• 13.11.2003, 11:44:44
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Aktion gegen Schleppermafia führt zu weiteren spektakulären Festnahmen

Polizeikooperation deckt Korruptionsfälle bei ungarischer Grenzwache auf

Wien (OTS) - Im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft
Ungarn-Österreich wurde Ende Oktober 2003 eine Schlepperorganisation
zerschlagen, die sowohl von Ungarn als auch von Österreich aus,
Schleppungen in den nördlichen EU-Raum organisierte.

Beim ersten Zugriff konnten von den Beamten des
Bundeskriminalamtes (.BK), der Kriminalabteilung Burgenland und der
ungarischen Polizei 21 Verdächtige festgenommen werden.

Bei den anschließenden Erhebungen des .BK konnten weitere Hinweise
auf die Vorgangsweise der Schlepper ermittelt werden. Insbesondere
verdichteten sich dabei Indizien, dass korrupte ungarische
Grenzpolizisten an den Schleppungen beteiligt waren.

Aufgrund der Hinweise des .BK konnte die ungarische Polizei neun
Grenzpolizisten der Beihilfe zur Schlepperei überführen. Außerdem
wurden noch zwei weitere Schlepper festgenommen.

Die neun Grenzpolizisten verrichteten  an der ungarisch-serbischen
Grenzkontrollstelle  Tompa ihren Dienst.  Sie sollen für das

"Wegsschauen" bei der illegalen Einreise von Geschleppten bis zu 50
Euro pro Person verlangt haben. Es ist davon auszugehen, dass dadurch
täglich tausende Euro in die Taschen der korrupten Grenzpolizisten
flossen.

Die ungarischen Behörden werden heute um 11.00 Uhr in einer
Pressekonferenz in Szombathely/Ungarn gemeinsam mit Vertretern des

.BK und  der  Kriminalabteilung Burgenland die Aufdeckung dieses
Korruptionsfalles präsentieren.

Die ungarischen Vertreter zeigen sich über diesen Korruptionsfall
betroffen, werten seine Aufdeckung andererseits aber auch als
deutliches Signal dafür, wie scharf Ungarn gegen Korruption vorgeht.

OTS0130    2003-11-13/11:44

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