• 13.11.2003, 11:06:26
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Gorbach: Postbus geht mit gutem Beispiel voran

Pseudo-´Kompromissangebot’ Haberzettls ist lediglich Versuch, Sonderrechte zu erhalten

Wien (OTS) - "Gewerkschaftschef Haberzettl ist offenbar wild
entschlossen, alles zu tun, um seine Sonderrechte zu erhalten. Es ist
wenig glaubwürdig, dass genau diejenigen, die in der Vergangenheit
die Sonderrechte ausverhandelt oder penibel bewahrt haben, nun den
Eindruck erwecken wollen, sie wären bereit, in
Kollektivvertragsverhandlungen diese Sonderrechte wieder aufzugeben",
kommentierte VK Infrastrukturminister Hubert Gorbach das
vermeintliche "Kompromissangebot" Haberzettls von Mittwoch Abend.
"Dieses Risiko ist uns zu groß. Ein Kernbereich der Reform ist eine
neues, faires Dienstrecht", so Gorbach. Um das zu verhindern, wolle
die Gewerkschaft genau diesen Bereich aus dem Reformwerk herauslösen,
um es selber verhandeln zu können.
"Es kann nicht alles so bleiben wie es ist, das muss die Gewerkschaft
endlich einsehen. Die Streiks der Gewerkschaft werden - egal wie
lange sie dauern - nichts daran ändern, dass diese Reform kommt". Lob
fand der Vizekanzler für die Gewerkschaft des Postbusses, die ihren
Streik wieder beendet haben: "Der Postbus geht mit gutem Beispiel
voran. Offenbar hat man erkannt, dass die Streiks unzumutbar für die
vielen hunderttausenden Pendler sind und die Kunden nachhaltig
verärgern", so Gorbach. Er forderte die Eisenbahnergewerkschaft auf,
es ihren Kollegen vom Postbus gleichzutun und ihr verantwortungsloses
Handeln gegenüber dem Unternehmen aufzugeben.

Verwundert zeigte sich der Infrastrukturminister über die heutige
Aufforderung Haberzettls an die Regierung, an den Verhandlungstisch
zurückzukehren. "Der Gewerkschaftschef befindet sich seit Dienstag
Nacht im Streik und fordert die am Verhandlungstisch wartende
Regierung auf, an denselben zurückzukehren? Diese Wahrnehmung der
Realität ist für niemanden nachvollziehbar", so Gorbach. Er erinnerte
daran, dass er sich immer gesprächsbereit gezeigt habe und Haberzettl
herzlich eingeladen habe, in der Phase der parlamentarischen
Behandlung der Reform konstruktiv mitzudiskutieren. Verhandeln statt
streiken - das sei der einzige Weg, um das Unternehmen ÖBB und den
Wirtschaftsstandort Österreich vor noch größerem wirtschaftlichen
Schaden zu bewahren, als er durch den Streik ohnehin schon entstanden
sei, schloss Gorbach.(Schluss bxf)

OTS0099    2003-11-13/11:06

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