Mit modernisierter Berufsschule Wolfsberg ist wesentlicher Teil des neuen Berufsschulprogramms realisiert

LH Haider: Qualifizierte Mitarbeiter sind größtes Kapital -Erfolgreiche Beschäftigungspolitik in Kärnten

Klagenfurt (LPD) - "Kärnten wird nur dann im größeren Europa als Wirtschaftsstandort interessant bleiben, wenn wir jungen Menschen eine hervorragende Berufsausbildung gewährleisten", betonte heute Schulreferent Landeshauptmann Jörg Haider bei der Feier anlässlich der Baufertigstellung der Berufsschule Wolfsberg.

Kärnten sei jedenfalls auf einem sehr erfolgreichen Weg unterwegs, dies zeige sich auch daran, dass beispielsweise Infineon den Automotive-Bereich von Bayern abgezogen und nach Kärnten verlege. Nur die Bündelung aller Kräfte für den Fortschritt des Landes zähle, sagte der Landeshauptmann und erwähnte in diesem Zusammenhang die sinkende Arbeitslosigkeit und den Erfolg bei der Jugendbeschäftigung. In Wien hingegen habe man die höchste Arbeitslosenrate, weil versäumt wurde, die Weichen rechtzeitig in Richtung Zukunft zu stellen. Der Lehrling dürfe keinesfalls vernachlässigt werden gegenüber anderen Gruppen, Kärnten habe daher neben dem neuen Berufsschulkonzept auch ein Heimmodernisierungsprogramm initiiert, das ebenfalls umgesetzt werde. So sei kürzlich in Villach der Spatenstich für ein neues Heim erfolgt. Die Modernisierung der Berufsschule St. Veit/Glan sei ebenfalls kürzlich erfolgreich abgeschlossen worden.

Die nunmehr auf den modernsten Stand gebrachte Berufsschule Wolfsberg ist ein wesentlicher Teil der großangelegten Kärntner Berufsschulreform, die alle Standorte absichert und durch Schaffung von Kompetenzzentren eine enorme Qualitätssteigerung der Berufsausbildung bewirken soll.

Nach erfolgreichem Abschluss der Renovierung sowie Zu- und Umbauarbeiten an der Berufsschule Wolfsberg fand heute die Übergabefeier mit symbolischer Schlusssteinlegung statt. Der gesamte Werkstättenbereich hatte nicht mehr den Erfordernissen eines zeitgemäßen praktischen Unterrichtes entsprochen und verfügt nun über modernste Einrichtungen, Labors und Maschinen. Umgesetzt wurde das aus einem Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt von Architekt Hermann Buhrandt. Mit dem Bau - gemanagt von der Landesimmobiliengesellschaft (LIG) Kärnten - wurde im März 2003 begonnen. Engagierter Arbeitseinsatz und gute Koordination waren notwendig, um die Arbeiten rasch - bis zum Schulbetrieb - fertig stellen zu können.

Die Baukosten wurden mit rund 2,4 Mio. Euro angegeben. Hinzu kommen Einrichtungs- und Maschinenkosten in Höhe von über 1,6 Mio. Euro. Auch der Kunst am Bau wurde mit einem Projekt des Klagenfurter Künstlers Jan Milan Krkoschka, das als Metallplastik von den Schülern angefertigt wurde, Rechnung getragen.

Die Berufsschule Wolfsberg ist eine Jahres- und Lehrgangsberufsschule und wurde als Kompetenzzentrum für Handel, Büro, Metall und Kfz entwickelt. Laut neuem Konzept fungiert sie als Schwerpunktschule-Kompetenzzentrum für die Lehrberufe Metalltechnik/Stahlbautechnik sowie Werkzeugbautechnik.

Wolfsbergs Bürgermeister Gerhard Seifried sprach von einem "Supertag" für Wolfsberg, für das Lavanttal und die Berufsschule Wolfsberg. Er bekräftigte die gute Zusammenarbeit mit dem Land bei vielen Projekten wie Koralpe, Maßnahmen zur Wirtschaftsbelebung und Bildungsinitiativen und sprach sich entschieden gegen jegliches parteipolitisches Scheuklappen-Denken aus. Es gehe darum, gemeinsam etwas voranzubringen, so Seifried. Die Lavanttaler Facharbeiter würden bereits einen hervorragenden Ruf weit über die Grenzen hinaus genießen.

Gerhard Freund und Johann Polzer, Geschäftsführer der LIG, berichteten zum Bau und dankten dem Landeshauptmann, der Schulabteilung und allen Beteiligten für die rasche positive Abwicklung. Nach der Berufsschule St. Veit ist die Berufsschule Wolfsberg das zweite diesbezügliche Projekt der LIG. Auch wurde zugesagt, allerletzte Renovierungen älterer Bauteile an der Berufsschule Wolfsberg künftig durchführen zu wollen.

Berufsschuldirektor Heinz Liegl hob den hohen Standard der Schule hervor. Sie zähle 760 Schüler und sei sogar Mitglied beim Autocluster Steiermark. Die Werkstätten und Labors sollen auch außerhalb des Schulbetriebs verstärkt genützt werden können, so Liegl.

Unter den vielen Gästen, Wirtschaftstreibenden, Lehrern und Kommunalpolitikern, befanden sich auch Landesschulratspräsident Heiner Zechmann, Landesschulinspektor Karl Maier, Landesberufsschulinspektor Herbert Torta und Wirtschaftskammer-Vizepräsident Albert Gunzer.
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