Leichenschausteller Gunther von Hagens: "Bin kein Frankenstein."

Der umstrittene Plastinations-Künstler wehrt sich in NEWS gegen den in Deutschland erhobenen Vorwurf der "Leichefledderei"

Wien (OTS) - In einem Interview mit NEWS nimmt der deutsche Anatomieprofessor Gunther von Hagens erstmals zu den gegen Ihn erhobenen Vorwürfen Stellung. In deutschen Medien war dem "Plastinator" vorgeworfen worden, erhaben in der Ex-Sowjetrepublik Kirgisien Leichen von "Körperspendern" präpariert, die dazu nie ihr Einverständnis gegeben hatten. Dazu erklärt von Hagens: "Ich bin kein Frankenstein. In Kirgisien können unbekannte Leichen für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. So ist dort das Gesetz. Somit habe ich nicht unrechtmäßig gehandelt."

Die "Wissenschaftlichkeit" seiner Arbeit sei, so Hagens, dadurch gegeben, dass er seine "Körperplastinate seit Jahren an Universitäten der ganze Welt zu Studienzwecken" liefere.

Hinter den Angriffen gegen seine Person vermutet Hagens die Vertreter einer medizinischen Gegenaufklärung: "Allen bedeutenden Anatomen der Geschichte ist das Gleiche passiert."

Weiters kündigte von Hagens im NEWS-Interview an, ein eigenes "Menschenmusem" errichten zu wollen. Hagens: "Das ist mein größter Traum."

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