Wiener Grüne: Forderung nach wissenschaftlichen Reflexionen der Wiener Forschungsprogramme

Wien (Grüne) - Sommer-Smolik: "20 Prozent der Gelder für Begleitforschung"

Mehr Forschungsgelder für Begleitforschung fordert
heute die Wissenschaftssprecherin der Wiener Grünen, Labg. Claudia Sommer-Smolik anlässlich der Präsentation der geförderten Projekte des Life Science Calls des WWTF: "Die wissenschaftliche Reflexion dessen, was aktuelle Forschung für soziale und kulturelle Konsequenzen mit sich bringt, müsste Bestandteil jeglicher Forschungsprogramme werden",.

Die ausgewählten Forschungsprojekte lassen interessante Erkenntnisse erwarten, müssten jedoch durch reflexive Forschung ergänzt werden. Für diese Reflexion sollte in der zukünftigen Arbeit des Fonds eigene Projektgelder zur Verfügung stehen - international üblich sind etwa 20% der Forschungsgelder für Begleitforschung. "Wissenschaft muss sich auch mit dem ‚Wozu' und ‚in wessen Interesse', sowie mit unbedachten Konsequenzen der Forschung kritisch befassen", ist Sommer-Smolik überzeugt.

Sommer-Smolik bekräftigt ihre Erwartung, dass der WWTF in Zukunft nicht bei den sehr am Wirtschaftsstandort Wien orientierten Schwerpunkten hängen bleibt. Bislang laufen die Schwerpunkte mit Life Sciences und Creative Industries parallel zu denen des Wirtschaftsförderungsfonds. Vielmehr sollte er auch wissenschaftliche Themenfelder im sozialen Interesse der Stadt aufgreifen - etwa Integration oder Armut. "Nicht nur die Wirtschaftsentwicklung, sondern sehr viele soziale Fragen sind höchst relevant für die Stadt Wien", kritisiert Sommer-Smolik die Einseitigkeit der bisherigen Schwerpunktauswahl durch den Vorstand und dessen Präsidenten Bürgermeister Michael Häupl.

Rückfragen & Kontakt:

Pressebüro Grüner Klub im Rathaus: Tel: 4000-81821

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | GKR0002