Junge Industrie: Empörung über ÖBB-Streik

"Land der zwei Geschwindigkeiten" von öffentlichem und privatem Sektor müsse sich endlich synchronisieren

Wien (OTS) - Die Junge Industrie stellt sich entschieden gegen den ÖBB-Streik. Mag. Martin Ohneberg, Bundesvorsitzender der Jungen Industrie, ist über den Streik empört: "Die Österreicher waren jahrzehntelang mit der ÖBB solidarisch - indem aus ihren Steuermitteln die Defizite der ÖBB abgedeckt wurden. Nun liegt es an den ÖBB-Mitarbeitern, auch solidarisch zu sein und den Fahrbetrieb wieder aufzunehmen und die notwendigen Reformen rasch durchzuführen." Mit dem Streik wird jetzt auch die Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Unternehmen gefährdet. "Diese Form der politischen Agitation führt zu enormen Schaden für den Wirtschaftsstandort Österreich. Das Vertrauen vieler Unternehmer in die ÖBB ist tot", so der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie. Junge Unternehmer und ihre Mitarbeiter in der "freien Wirtschaft" würden auch täglich um ihren Arbeitsplatz kämpfen - allerdings durch Leistung. Das "Land der zwei Geschwindigkeiten" von öffentlichem und privatem Sektor müsse sich endlich synchronisieren, meint die Junge Industrie.

ÖBB-Gewerkschaft streikt ihre Aufträge weg

Ziel der Reform sei es, die ÖBB aus der Vergangenheit in die Gegenwart zu holen und zukunftsfähiger zu machen. Ohneberg befürchtet langfristig hohen wirtschaftlichen Schaden:"Wenn die Gewerkschaft glaubt, sie kann die Reform wegstreiken, dann muss ihnen klar sein, dass sie auch ihre Aufträge wegstreiken. Damit gefährden sie die Zukunft der Unternehmen im Wettbewerb. Extrem gesagt, könnten sich bald die Arbeitslosen österreichischer Unternehmen mit arbeitslosen ÖBB-lern am Arbeitsamt treffen."
Wer so unkreativ durch unüberlegte Handlungen seine Anliegen vertritt, gefährdet das Ansehen des Landes im internationalen Standortwettbewerb.

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