• 12.11.2003, 11:23:16
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Junge Industrie: Empörung über ÖBB-Streik

"Land der zwei Geschwindigkeiten" von öffentlichem und privatem Sektor müsse sich endlich synchronisieren

Wien (OTS) - Die Junge Industrie stellt sich entschieden gegen den
ÖBB-Streik. Mag. Martin Ohneberg, Bundesvorsitzender der Jungen
Industrie, ist über den Streik empört: "Die Österreicher waren
jahrzehntelang mit der ÖBB solidarisch - indem aus ihren
Steuermitteln die Defizite der ÖBB abgedeckt wurden. Nun liegt es an
den ÖBB-Mitarbeitern, auch solidarisch zu sein und den Fahrbetrieb
wieder aufzunehmen und die notwendigen Reformen rasch durchzuführen."
Mit dem Streik wird jetzt auch die Wettbewerbsfähigkeit
österreichischer Unternehmen gefährdet. "Diese Form der politischen
Agitation führt zu enormen Schaden für den Wirtschaftsstandort
Österreich. Das Vertrauen vieler Unternehmer in die ÖBB ist tot", so
der Bundesvorsitzende der Jungen Industrie. Junge Unternehmer und
ihre Mitarbeiter in der "freien Wirtschaft" würden auch täglich um
ihren Arbeitsplatz kämpfen - allerdings durch Leistung. Das "Land der
zwei Geschwindigkeiten" von öffentlichem und privatem Sektor müsse
sich endlich synchronisieren, meint die Junge Industrie.

ÖBB-Gewerkschaft streikt ihre Aufträge weg

Ziel der Reform sei es, die ÖBB aus der Vergangenheit in die
Gegenwart zu holen und zukunftsfähiger zu machen. Ohneberg befürchtet
langfristig hohen wirtschaftlichen Schaden:"Wenn die Gewerkschaft
glaubt, sie kann die Reform wegstreiken, dann muss ihnen klar sein,
dass sie auch ihre Aufträge wegstreiken. Damit gefährden sie die
Zukunft der Unternehmen im Wettbewerb. Extrem gesagt, könnten sich
bald die Arbeitslosen österreichischer Unternehmen mit arbeitslosen
ÖBB-lern am Arbeitsamt treffen."
Wer so unkreativ durch unüberlegte Handlungen seine Anliegen
vertritt, gefährdet das Ansehen des Landes im internationalen
Standortwettbewerb.

OTS0105    2003-11-12/11:23

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