• 11.11.2003, 12:30:38
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Personalreferent Haider hat Überblick verloren

Verfehlte Personalpolitik Haiders ist schuld an Dienstzettel-Verträgen

Klagenfurt (SP-KTN) - Ein Chaos bei den Dienstverträgen liegt in
der Landesregierung tatsächlich vor. Allerdings ist hier der
Personalreferent gefordert und der heißt weder Landesrat Reinhart
Rohr (S) noch Landesrätin Gabriele Schaunig-Kandut (S) sondern
Landeshauptmann Jörg Haider (F). „Es freut uns, dass nun sogar der
freiheitliche Personalvertreter Skorianz mit seinen Aussagen ein
Misstrauensvotum gegen Landeshauptmann Jörg Haider einbringt. So
viele Dienstzettel wären nicht nötig, würde Haider mehr Personal
genehmigen und den Leuten ein anständiges Dienstverhältnis
ermöglichen“, zeigt SP-Landesgeschäftsführer Herbert Würschl die
verfehlte FP-Personalpolitik auf, im Zuge der die SP-Ressorts
personell ausgehungert werden. Im Sozialreferat beispielsweise gibt
es 28 Dienstzettel-Verträge. „Aber 8 davon gehören eigentlich zum
Referat Dörfler, weitere 7 sind die Ärztinnen und Ärzte, die die
psychiatrischen Außenpflegestellen betreuen, der Rest der
Dienstzettel entfällt etwa auf den Verrechnungs- und EDV-Bereich“,
legt Würschl die Fakten auf den Tisch.

Die von Skorianz genannten „mehreren Hundert“ Mitarbeiter mit
Dienstzettel im Büro Reinhart Rohr sind in Wahrheit 180. „Aber alle
zusammen verdienen gerade einmal 25.000 Euro im Jahr für ihre
Dienste, etwa Wasserstände zu kontrollieren. Im Vergleich dazu
verdient ein einzelner Mitarbeiter im Büro Pfeifenberger, der via
Dienstzettel beschäftigt ist, über 100.000 Euro im Jahr“, deckt
Würschl auf. Haider blockiert immer öfter mehr Personal. Nach
Pensionierungen wartet man schon ein Jahr, bis die dringend benötigte
Stelle nachbesetzt wird und Haider sich endlich einmal herab lässt,
die Nachfolge zu genehmigen. „Wenn die
EU-Wasserwirtschafts-Richtlinie kommt, wird gerade im Referat Rohr
mehr Personal für gesetzlich vorgeschriebene Kontrollen benötigt.
Aber schon jetzt reichen die Mitarbeiter kaum aus. Es fällt teilweise
schwer, dort alle Aufgaben zu erfüllen“, so Würschl über Haiders
realitätsferne Personalpolitik.

„Schaunig-Kandut hat angekündigt, noch heute Landeshauptmann
Haider aufzufordern, die Dienstzettel-Verträge in ihrem Referat in
ordentliche Beschäftigungsverhältnisse umzuwandeln. Jetzt liegt der
Ball also beim blauen Blockierer“, erklärt Würschl. Dann müssten
viele Menschen nicht zittern, ob ihr Vertrag auch nächstes Jahr
verlängert wird, was gerade im Referat Schaunig-Kandut oft vonseiten
Haiders blockiert wird. „Haider denkt nie an die Menschen, ihm geht
es immer nur um billige politische Effekte. Diese Politik kann aber
keine Zukunft haben, denn die Kärntnerinnen und Kärntner sehnen sich
nach Sicherheit und verlässlicher Politik, die ja in vielen Bereichen
die Rahmenbedingungen ihres Lebens gestaltet“, gibt Würschl
abschließen zu bedenken. (Schluss)

OTS0129    2003-11-11/12:30

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