- 11.11.2003, 11:31:52
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Weniger Geburten - Familienpolitik der Regierung hat kläglich versagt
Ult.: Heimlicher Gebärstreik der Frauen als unausgesprochene Antwort
auf die fehlenden Strukturen =
Klagenfurt (SP-KTN) - Um 1,6% weniger Geburten gab es in Kärnten
im September 2003 im Vergleich zum Vorjahr. In Österreich sanken die
Geburten in den ersten drei Quartalen 2003 um 1,2%. "Das zeigt, dass
FPÖ und ÖVP keine sinnvolle Familienpolitik zustande gebracht haben.
Es gibt keinerlei Anreize für junge Familien Kinder zu zeugen. Das
Kinderbetreuungsgeld, in dem Jörg Haider seine Fata Morgana vom
Kinderscheck zu erkennen glaubt, endet mit dem dritten Lebensjahr. Ab
da sind die Familien auf sich allein gestellt, obwohl ab diesem
Zeitpunkt die Kosten noch mehr steigen", kritisiert die Vorsitzende
der SPÖ-Frauen in Kärnten, Sieglinde Trannacher, und sieht ein
Versagen der schwarz-blauen Bundes- als auch Landespolitik. Hier
trägt Haider mit seinem blauen Regierungskollegen Dörfler die
Verantwortung für die Schieflage. Wer wenn nicht Dörfler könnte
endlich mehr Kinderbetreuungseinrichtungen schaffen?
Dieser Geburtenrückgang konterkariert die von Haider gerade
verbreitete Propaganda, wonach der nie existente Kinderscheck das
Nonplusultra der Familienpolitik sei. "Aber was hat das Kindergeld
gebracht? Keine Geburtenzunahme, kein Klima, das es den jungen
Menschen gestattet, ohne Sorgen eine Familie zu gründen, sondern
einen heimlichen Gebärstreik der Frauen als unausgesprochene Antwort
auf die fehlenden Strukturen", so Trannacher. Hinzu kommt die
schlechte wirtschaftliche Situation, die nicht nur die Kärntnerinnen
und Kärntner verunsichert. "Wer will schon ein Kind in die Welt
setzen, wenn er nicht garantieren kann, dass dessen Zukunft gesichert
ist?", versteht Trannacher die Ängste der Menschen und glaubt " dass
Haider die Leute und deren Anliegen schon lange nicht mehr versteht,
weil er zu abgehoben und selbstverliebt agiert". (Schluss)
OTS0085 2003-11-11/11:31
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