• 07.11.2003, 16:43:07
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Bodensee-Hochschule nimmt in zwei Jahren Vollbetrieb auf

Bodensee-Parlamentarier tagten in Feldkirch

Bregenz/Feldkirch (VLK) – Bis 2006 wird die Internationale
Bodensee-Hochschule (IBH) ihren Vollbetrieb mit fünf
Master- bzw. Bachelor-Studiengängen aufnehmen. Über den
derzeitigen Stand der Entwicklung informierte heute,
Freitag, IBH-Vorstandsmitglied Guntram Feurstein auf der
Tagung der Parlamentarier-Kommission Bodensee in Feldkirch.
Vorarlbergs Landtagspräsident Manfred Dörler, derzeit
Vorsitzender der Parlamentarier-Kommission, sieht in der
Vernetzung der Bildungs- und Wissenschaftsebene eine klare
Stärkung des Wirtschaftsraumes Region Bodensee. ****

Für einen weiteren Abbau bürokratischer Hemmnisse in der
grenzüberschreitenden Zusammenarbeit sprach sich
Landtagspräsident Manfred Dörler im Rahmen der Tagung der
Parlamentarier-Kommission Bodensee aus. "Um die Region
entsprechend zu positionieren und zu stärken müssen wir von
politischer Seite Netzwerke schaffen und zu einer
Vereinfachung in der Zusammenarbeit kommen", so Dörler. Die
Vernetzung auf Bildungsebene und im Tourismusbereich seien
Beispiele, wie Zusammenarbeit effizient funktioniere.

IBH-Vorstandsmitglied Guntram Feurstein, Alt-Rektor der
Fachhochschule Dornbirn, informierte über die bereits
gestellten Weichen in den Bereichen Lehre, Forschung und
Entwicklung. "Die bereits bestehende Kooperation von 25
Hochschulen in der Region soll bis 2006 durch
Staatsverträge und gegenseitige Anerkennung von
Studienabschlüssen in eine Bodensee-Hochschule münden, die
mit eigenen Organen, Kompetenzen und Finanzen ausgestattet
ist", so Feurstein. Ab diesem Zeitpunkt soll die IBH
Master- bzw. Bachelor-Studiengänge in Mechatronic,
Mechanical Engineering, Information Engineering,
Supervision und Coaching sowie International Management
anbieten.

Region Bodensee mit hohem Bekanntheitsgrad

Im touristischen Bereich verfügt die Region Bodensee
über einen Bekanntheitsgrad von 67 Prozent und liegt damit
hinter der Nord- und Ostsee auf dem dritten Platz noch vor
dem Schwarzwald. "Allein im deutschen Bundesgebiet sind 24
Millionen potenzielle Gäste an einem Urlaub in der Region
interessiert und sieben Millionen als Wiederholungsgäste
erschließbar", so Vorarlberg Tourismus-Direktor Christoph
Schützinger.

Vermehrt gelte es, internationale Gästeschichten
anzusprechen und eine noch stärkere Vernetzung des
Binnenmarktes Bodensee anzustreben. Die Internationale
Bodensee Tourismus GmbH (IBT) ist für Schützinger dabei ein
wichtiger Faktor. "Tourismus-Verbände müssen heute mehr als
Wirtschaftsunternehmen angesehen und behandelt werden. Neu
definiert gehört dabei der Auftrag an die IBT, die mehr den
heutigen Gegebenheiten anzupassen ist und auch mit
entsprechenden finanziellen Mittel dotiert werden muss", so
Schützinger. Die Tourismusbrache zählt im Bodenseeraum rund
50.000 Beschäftigte und ist damit auch wichtiger
Arbeitgeber.
(hapf/ug/hapf,nvl)

OTS0278    2003-11-07/16:43

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