- 07.11.2003, 11:35:33
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Pittermann eröffnet Akutgeriatrie im SMZ Süd
Neue Einrichtung zur Remobilisation älterer und multimorbider Menschen
Wien (OTS) - Heute eröffneten Wiens Gesundheitsstadträtin Prim.
Dr. Elisabeth Pittermann und KAV-Direktor Prim. Dr. Ludwig Kaspar das
neue Department für Akutgeriatrie im Sozialmedizinischen Zentrum Süd
des KAV.
"Die Akutgeriatrie ist für ältere Menschen gedacht, die
multimorbid, also vielfach krank, sind und bei denen die Gefahr
besteht, dass sie pflegebedürftig werden," so Kaspar. "Sie stellt den
Gegensatz zur hochspezialisierten Medizin dar, die sich auf einzelne
Erkrankungen sonst gesunder Menschen konzentriert. Im Team erarbeiten
Therapeuten, Sozialarbeiter, Pflegepersonen und verschiedene
Fachärzte individuelle Therapiekonzepte für die Patientinnen und
Patienten." Ziel sei es, die Patienten soweit zu remobilisieren, dass
sie wieder ein selbstständiges Leben führen können. Sollte die
gänzliche Remobilisierung nicht möglich sein, gibt es jedoch eine
Reihe weiterer geriatrischer Angebote, wie beispielsweise die
Kurzzeitpflege oder andere rehabilitative Einrichtungen.****
Akutgeriatrie im SMZ Süd erfüllt ÖBIG-Forderungen
Das Department für Akutgeriatrie, das formal dem
Kaiser-Franz-Josef-Spital untersteht und sich örtlich im
Geriatriezentrum Favoriten befindet, umfasst 48 Betten auf zwei
Stationen, eine geriatrische Ambulanz sowie eine Tagstation mit acht
Betten. Damit erfüllt die neue Einrichtung im SMZ Süd alle vom ÖBIG
(Österreichisches Bundesinstitut für Gesundheitswesen) geforderten
Standards einer akutgeriatrischen Remobilisationseinrichtung.
Geriatrische Ambulanz mit Memory-Klinik eigens für die
Akutgeriatrie
Im Vordergrund stehen multidisziplinäre Maßnahmen, die im Rahmen
eines wöchentlichen, pro Station durchgeführten, geriatrischen
Assessments erörtert werden. Beim geriatrischen Assessment werden
Funktionsdefizite aufgedeckt und ganzheitliche Therapie- und
Nachbetreuungspläne erstellt. Neben der ärztlichen Diagnostik und
Behandlung werden beispielsweise Bewegungstherapie, Krankengymnastik,
Ergotherapie aber auch psychologische Behandlung, soziale Beratung,
Ernährungsberatung oder Seelsorge angeboten.
"Eine Besonderheit dieser Einrichtung ist, dass sie über eine
eigene geriatrische Ambulanz verfügt", so der Leiter des Departments
für Akutgeriatrie, Dr. Peter Peichl. In der Geriatrie-Ambulanz sind
eine Schmerzambulanz, eine Sturzambulanz zur Abklärung des Sturz- und
Osteoporoserisikos sowie eine Memory-Klinik (Gedächtnistraining für
z. B. Alzheimer-Patienten) zusammengefasst. Zudem deckt die Ambulanz
auch das Fachgebiet der Geronto-Rheumatologie ab. "Die Kombination
aus stationärer Einrichtung, Ambulanz und Tagstation macht eine
optimale Versorgung älterer, multimorbider Menschen möglich", so
Peichl.
Zuweisungen erfolgen über das Spital oder die niedergelassenen
Mediziner
Die Patienten kommen entweder direkt aus dem
Kaiser-Franz-Josef-Spital oder werden von einem niedergelassenen Arzt
auf die geriatrische Ambulanz des Departments für Akutgeriatrie
überwiesen. (Schluss) bw
OTS0135 2003-11-07/11:35
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