- 07.11.2003, 11:31:55
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Gehrer: Internationale Evaluierung der Bundesmuseen als Grundlage für kulturpolitische Entscheidungen
Kulturausschuss behandelt Kulturbericht 2002
Wien (OTS) - Einen positiven Bericht über das Jahr 2002 konnte
Bildungsministerin Elisabeth Gehrer heute vor dem Kulturausschuss
abgeben. Die Umsetzung der Vollrechtsfähigkeit der Bundesmuseen
konnte mit der Überleitung des Naturhistorischen Museums Wien und
mit der Österreichischen Nationalbibliothek per 1.1.2003
abgeschlossen werden. "Die Ausgliederung der Bundesmuseen hat die in
sie gesetzten Erwartungen, nämlich Verselbstständigung,
Dezentralisierung und Effizienzsteigerung erfüllt und findet auch
international Beachtung. So wird beispielsweise in Frankreich die
Ausgliederung des Louvre nach österreichischem Vorbild diskutiert",
erklärte Gehrer heute.
Der neuerliche Besucheranstieg der Bundesmuseen im Jahr 2002 auf
knapp 3 Millionen Besucher - das ist gegenüber 2001 ein Plus von
107.925 Personen bzw. 3,74% - belegt eindrucksvoll sowohl die
inhaltliche Qualität der Häuser als auch deren Bemühungen um eine
zeitgemäße Ausstellungspolitik und eine moderne
Vermittlungstätigkeit.. Für das Jahr 2003 stehen aus dem
Bildungsministerium 144,2 Mio. € für den Bereich Kultur zur
Verfügung, an die Bundesmuseen gingen davon 68,7 Mio. €. Für das
Jahr 2004 ist eine Steigerung des Kulturbudgets gegenüber 2003 in
Höhe von 2,25 % vorgesehen.
Gehrer skizzierte anlässlich des Kulturausschusses auch den Fahrplan
der im Regierungsprogramm vorgesehenen Evaluierung. "Der
Museumsentwicklungsplan 2010, der im Kulturbericht 1998 publiziert
wurde, sah neben der rechtlichen Reform der Bundesmuseen auch
entsprechende Baumaßnahmen im Bereich der Renovierung und
Adaptierung der einzelnen Museumsgebäude vor. Seit 1995 wurden aus
der so genannten Museumsmilliarde rund 270 Mio. € für die
Renovierung der Häuser ausgegeben. Nach der organisatorischen
Reform und den bereits jetzt weit fortgeschrittenen
Renovierungsarbeiten werden die Häuser nun, wie im
Regierungsprogramm vorgesehen, einer internationalen Evaluierung
bezüglich ihres Profils, der Umsetzung ihres Bildungsauftrags, der
wissenschaftlichen Forschungsarbeit und ihrer speziellen
inhaltlichen Positionierung unterzogen. Die Ergebnisse dieser
Evaluierung werden eine wesentliche Grundlage für künftige kultur-
und museumspolitische Ent-scheidungen darstellen", so Gehrer. Neben
dieser Beurteilung durch internationale Experten werden
Bildungsauftrag, Besucherent-wicklung und Image auch Gegenstand von
Befragungen sein, die von Museumsexperten begleitet werden. Eine
zusammenfassende Auswertung und Präsentation der Ergebnisse wird im
Herbst 2004 vorliegen.
nnn
(Schluss)
OTS0132 2003-11-07/11:31
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