• 06.11.2003, 10:36:35
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Haubner: Österreich leitet Europa-Projekt zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Präsentation des Österreich-Modells bei heutiger Abschlusskonferenz

Wien (BMSG/OTS) - "Alle bestehenden Vereinbarkeitsmaßnahmen und
die Entwicklung neuer Maßnahmen in einer Koordinationsstelle zu
optimieren, haben wir auch im Regierungsprogramm fest gemacht",
beschreibt Familienstaatssekretärin Ursula Haubner die wichtigste
Zielsetzung des EU-Projektes unter der Leitung des Bundesministeriums
für soziale Sicherheit, Generationen und Konsumentenschutz (BMSG).

Die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zählt europaweit
zu den zentralen Aspekten zukunftsorientierter Sozialpolitik. Im
Herbst 2002 wurde das BMSG von der Europäischen Kommission mit der
Durchführung des darauf ausgerichteten EU-Projekts zur Vereinbarkeit
von Familie und Beruf betraut. Am Projekt sind Italien, Frankreich,
Deutschland und Ungarn beteiligt.

Zukunftsweisende nationale und europäische Koordinierung

Alle Vereinbarkeitsaktivitäten sollen - national gebündelt und
europäisch vernetzt - im Modell einer Koordinierungsstelle sichtbar
und damit auch in anderen Mitgliedstaaten umsetzbar gemacht werden.

Pflegeberufe - eine besondere Herausforderung der Vereinbarkeit

"Die intensive Beleuchtung der Vereinbarkeitsfrage in
Pflegeberufen im Projekt ist deshalb so wichtig, weil dieser sensible
Bereich so viel an menschlichem Einsatz erfordert und zum Großteil
von Frauen ausgeübt wird. "Über diese berufliche Anforderung
bezüglich Arbeitszeit, Qualifikation und soziale Kompetenz darf nicht
die eigene Familie zum Verlierer werden", bewertet Haubner diesen
Teilaspekt des Projektes besonders hoch.

Audit FAMILIE und BERUF in Südtirol umgesetzt

Im Zuge des Projektes hat Südtirol das Audit FAMILIE und BERUF
implementiert. "Es ist der zukünftige Weg schlechthin, um gemeinsam
mit der Wirtschaft jene Bedingungen herzustellen, von denen alle
profitieren, das hat deutlich auch der OECD-Bericht zur Vereinbarkeit
heraus gestrichen", so Haubner.

Familienfreundlichkeit als Gewinnfaktor

Das Projekt behandelt auch die wesentliche Frage der Messbarkeit
des Unternehmenserfolges durch Herstellung familienfreundlicher
Arbeitsbedingungen. "Viele Erfahrungsberichte von Unternehmen selbst
und ebenso vereinzelte Studien belegen, dass sich
Familienfreundlichkeit jedenfalls rechnet, deshalb gehe ich davon
aus, dass dieses EU-Projekt uns einen weiteren Beleg dafür liefern
wird und wir auch ein Instrument in der Hand haben, um in Zukunft
diesen Nachweis auch den einzelnen Unternehmen zur Verfügung stellen
zu können", bezieht sich Haubner auf einen wichtigen Teilaspekt des
Projektes.

Haubner sieht in den Ergebnissen, die heute und morgen bei der
europäischen Abschlusskonferenz präsentiert werden, auch einen
wichtigen Beitrag zur Verwirklichung der Ziele des Aktionsprogramms
für die Gleichstellung von Frauen und Männern, "denn die beleuchteten
Vereinbarkeitsmaßnahmen berücksichtigen gezielt den Aspekt, die
Väterbeteiligung an der Kinderbetreuung generell und speziell den
Männeranteil im Betreuungs- & Pflegebereich zu erhöhen."

Familienstaatssekretärin Ursula Haubner eröffnet heute,
Donnerstag, 6. November, um 14.00 Uhr im Festsaal des
Regierungsgebäudes, Radetzkystraße 2, die europäische Konferenz
EU-Projekt "Vereinbarkeit von Familie und Beruf".

Die Vertreter/innen von Presse, Hörfunk und Fernsehen sind
herzlich dazu eingeladen.

P R O G R A M M Ü B E R S I C H T:

Donnerstag, 6. November:
14.00 Uhr Eröffnung Staatssekretärin Haubner
16.00 Uhr Projektpräsentationen: Koordinationsstelle (A, D),
Pflegeberuf und Familie (A), der Weg zum nationalen Audit (I)

Freitag, 7. November:
09.30 Uhr Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Frankreich und
Ungarn
11.00 Uhr Lässt sich Familienfreundlichkeit messen? (D)
(Schluss) bxf

OTS0077    2003-11-06/10:36

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