• 06.11.2003, 10:27:38
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Müllverbrennung in Niederösterreich

Trennen und Vermeiden bleiben oberste Ziele

St. Pölten (NLK) - Ab 2004 dürfen keine Abfälle mehr unbehandelt
deponiert werden. Der niederösterreichische Rest- und Sperrmüll wird
dann in der Verwertungsanlage in Zwentendorf verbrannt und für die
Energiegewinnung im benachbarten Kraftwerk Dürnrohr genutzt. Für die
niederösterreichische Bevölkerung ändere sich wenig, lediglich der
Inhalt des Gelben Sackes, so Umwelt-Landesrat Mag. Wolfgang Sobotka.
So dürfen in Zukunft nur mehr Plastikflaschen und Metalldosen in den
Gelben Sack geworfen werden. Der restliche Kunststoff wird dem
Restmüll zugeführt.

"Auch in Zukunft bleiben die ‚Getrennte Sammlung' und die
Abfallvermeidung die wichtigsten Eckpfeiler der
niederösterreichischen Abfallstrategie. Denn nur durch Abfalltrennung
können aus Altstoffen wieder neue Produkte werden", so Sobotka.

Oberstes Ziel in Niederösterreich ist die Abfallvermeidung. Diese
beginnt bei der Produktionsweise, beim Produkt und schlussendlich
beim Kauf. Der Spruch "Sei gscheit' vermeid" hat oberste Priorität,
denn zur Abfallvermeidung kann jeder Bürger seinen Beitrag leisten",
so Sobotka. "Das Land Niederösterreich unterstützt seine Bürger durch
zahlreiche Aktionen." Besonders auch durch die erfolgreiche
NÖLI-Sammelaktion für Altspeiseöle. Bereits im ersten Jahr konnte
durch die 500.000 NÖLI-Mehrwegkübel, die kostenlos an
niederösterreichische Haushalte abgegeben werden, das Sammelergebnis
auf ca. 770 Tonnen gesteigert werden. Das so gesammelte Altspeisefett
wird zu umweltfreundlichem Biodiesel weiterverarbeitet.

Ebenfalls gut angenommen wird die niederösterreichweite
E-Schrott-Sammlung: "Im Jahr 2002 wurden bereits 3,9 Kilogramm pro
Einwohner gesammelt und damit beinahe schon die von der EU ab 2006
geforderten 4 Kilogramm pro Einwohner erreicht", so Sobotka. Mit dem
NÖ Weihnachtssack, von dem 2003 über 50.000 Stück verkauft wurden,
und dem wieder verwendbaren Mehrwegbecher "NÖ Becher", der 2004
flächendeckend in Niederösterreich gemeinsam mit der Wirte-Innung
eingeführt wird, setzt Niederösterreich weitere Akzente.
St. Pölten (NLK) - Das Abfallaufkommen betrug 2002 in
Niederösterreich 656.314 Tonnen oder 486,6 Kilogramm pro Einwohner,
366.000 Tonnen wurden davon getrennt, die Trennquote lag bei 56
Prozent und damit höher als im Bundesdurchschnitt (52 Prozent).

Alle aktuellen Abfalldaten sowie weitere Informationen zur NÖ
Abfallwirtschaft unter www.noe.gv.at/umwelt/abfall.htm.

OTS0070    2003-11-06/10:27

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NLK

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