Gedenktafeln für Otto Felix Kanitz und Koloman Wallisch enthüllt

Gusenbauer: "Kanitz und Wallisch sind aufgestanden gegen die Unterdrückung und für die Freiheit"

Wien (SK) SPÖ-Bundesparteivorsitzender Alfred Gusenbauer hat gemeinsam mit dem II. Nationalratspräsidenten, SPÖ-Vizeparteichef Heinz Fischer am Mittwoch zwei Gedenktafeln an der Fassade des sozialdemokratischen Parlamentseingangs enthüllt, die an die Ermordung zweier sozialdemokratischer Abgeordneter, Widerstands- und Freiheitskämpfer erinnern sollen.****

Otto Felix Kanitz, sozialdemokratischer Bundesrat von 1932-1934, wurde als Sozialdemokrat und Jude zum Opfer der Nazi-Herrschaft. Er wurde als aktiver Widerstandskämpfer 1938 verhaftet und zwei Jahre später im Konzentrationslager Buchenwald ermordet. Koloman Wallisch, sozialdemokratischer Nationalratsabgeordneter von 1930-1934, wurde in den Februarkämpfen 1934 vom austrofaschistischen Regime zum Tode verurteilt und gehängt.

In seiner Eröffnungsrede wies SPÖ-Bundesratsfraktionsvorsitzender Albrecht K. Konecny darauf hin, dass die Sozialdemokraten darauf stolz sein könnten, in der Geschichte Österreichs nie Täter, sondern stets Opfer gewesen zu sein. Die Gedenktafeln sollen an die Ermordung zweier Sozialdemokraten durch den Faschismus erinnern, unterstrich Konecny. - "Das wofür diese beiden Menschen gekämpft haben verpflichtet die Flamme der Erinnerung an sie leben zu lassen."

Alfred Gusenbauer erinnerte daran, dass sowohl Wallisch als auch Kamitz Opfer zweier autoritärer Regime des 20. Jahrhunderts waren, die beide als überzeugte Demokraten für ihre Gesinnung eingetreten und gestorben sind. Dass die Sozialdemokratie stets darauf hinweise, "niemals zu vergessen und den Anfängen zu wehren", hänge auch damit zusammen, betonte Gusenbauer, dass sozialdemokratische Gesinnung heute, wie damals bedeute, für die Festigung der Demokratie und des Parlamentarismus einzutreten. Gusenbauer: "Kamitz und Wallisch sind aufgestanden gegen die Unterdrückung und für die Freiheit." (Schluss) rr

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