Standortsicherung 2 - Betrieb bei Solstar wird fortgeführt

LHStv. Pfeifenberger präsentierte neuen Investor - 30 Mitarbeiter werden weiter am Standort beschäftigt - Land Kärnten und Stadtgemeinde Spittal beteiligen sich an Quotenerfüllung

Klagenfurt (LPD) - Im Spittaler Werk der insolventen Firma
Solstar Brillenmode GmbH kann der Betrieb durch den Einstieg eines neuen Investors fortgeführt werden. Das verkündete heute, Mittwoch, Wirtschaftsreferent LHStv. Karl Pfeifenberger. Übernommen wird der Kontaktlinsen- und Brillenhersteller von Petr Rodionov sen., dem ehemaligen russischen Minister für Gas und Energie. Die künftige Geschäftsführung wird bei Petr Rodionov jun. und dem aus Deutschland stammenden Dr. Harald Fogge liegen. Über 30 Mitarbeiter können somit im Spittaler Werk weiterhin beschäftigt werden, sagte Pfeifenberger, der bei intensiven Verhandlungen der letzten Wochen eine vertretbare Lösung am Standort herbeigeführt hat.

Laut dem Masseverwalter Ernst Malleg konnte ein Zwangsausgleich der Firma einstimmig beschlossen werden, wodurch eine Weiterführung ermöglicht wurde. Den Gläubigern von Solstar sei eine Quote von 20 Prozent angeboten worden. Der Investor erklärte, die Betriebe in Spittal, Gleisdorf und Hartberg übernehmen zu wollen und dafür 3,5 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Es sei geplant, die Produktion aus den Werken Gleisdorf sowie Hartberg zur Gänze nach Spittal zu transferieren, womit die Standortsicherung auch langfristig gewährleistet sei, meinte dazu der Wirtschaftsreferent. 263.000 Euro werde das Land Kärnten zur Quotenerfüllung beisteuern, weitere 150.000 Euro die Gemeinde Spittal. Der Investor, welcher bereits in Österreich tätig ist, plant bisher noch disponible Marktanteile in der Branche in Russland mit Qualitätsprodukten zu erschließen.
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