Gusenbauer zu ÖBB: Es ist besser auf der Seite jener zu stehen, die sich wehren, als auf der Seite des Aggressors

Wien (SK) Verständnis für den Streik der ÖBB-Bediensteten zeigte SPÖ-Vorsitzender Alfred Gusenbauer am Mittwoch in einer Pressekonferenz. "Es ist besser auf der Seite jener zu stehen, die sich wehren, als auf der Seite des Aggressors", so Gusenbauer. Die Bundesregierung wolle die ÖBB zerschlagen, einseitig gegen die Dienstnehmer vorgehen und habe keinerlei verkehrspolitisches Konzept. Für den SPÖ-Chef ist es sehr verständlich, dass sich die ÖBB-Bediensteten wehren, denn sie sollen jetzt zu "Arbeitnehmern dritter Klasse" degradiert werden. ****

Von den "hochbezahlten Vorständen" sollte man sich eigentlich Vorschläge erwarten können, wie der Personenverkehr durch Reformen ähnlich erfolgreich wie der Güterverkehr geführt werden kann. Stattdessen soll die Bahn nun zerschlagen werden.

Gusenbauer wirft den politisch Verantwortlichen außerdem "Inkompetenz und politische Willkür" vor. Den höchst erfolgreich agierenden Generaldirektor Draxler habe man "hinausgeschmissen", seither stehe die Erfolglosigkeit am Programm.

"Wenn sich die Verhandlungsbereitschaft der Bundesregierung nicht ändert, wird das der Untergang der Österreichischen Bundesbahnen", warnt der SPÖ-Chef. (Schluss) ml

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