Schüssel: Geben wichtige Impulse für Forschungslandschaft

Bundeskanzler Schüssel eröffnete heute Reformdialog "Forschung und Technologieentwicklung"

Wien (OTS) - Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eröffnete heute Vormittag den Reformdialog zum Thema "Forschung und Technologieentwicklung" in der Hofburg. An dieser Veranstaltung nehmen neben Regierungsmitgliedern und Landeshauptleuten, Spitzenrepräsentanten der Sozialpartner, Parlamentsparteien und Universitäten sowie Experten im Forschungs- und Wissenschaftsbereich teil. Diese Veranstaltung ist bereits die dritte Diskussionsrunde zum Thema Forschung und Technologieentwicklung. Ziel dieses Reformdialoges sei es, so der Bundeskanzler, die Arbeit der letzten erfolgreichen Reformdialoge fortzusetzen, weitere wichtige Impulse für die Forschungslandschaft zu geben und die Forschungsoffensive auf eine dauerhafte und stabile Basis zu stellen. Wesentlich dabei sei auch, durch schlankere Organisationsstrukturen die Effizienz und den Output im Forschungsbereich zu erhöhen. "Wir haben uns ein ambitioniertes Ziel gesetzt. Wir wollen die Forschungsquote in Österreich bis bis 2006 auf 2,5% und bis 2010 auf 3% steigern. Wichtig dabei ist aber auch der Beitrag des privaten Sektors. Das Wachstumspaket, das wir nächste Woche im Nationalrat vorstellen, beinhaltet attraktive Forschungsförderungen. Wir haben damit die Grundlage dafür geschaffen, dass sich etwas bewegt ", so Schüssel.

Vizekanzler Hubert Gorbach wies in seinem Referat darauf hin, dass Österreich durch die von der Bundesregierung bereits gesetzten Forschungsinitiativen mit einer Forschungsquote von 1,96% ins europäische Mittelfeld aufgerückt sei. "Während in anderen Ländern die Forschungsquoten sinken, investiert Österreich weiterhin verstärkt in Forschung und Technologieentwicklung. Das ist gerade im Zuge der EU-Erweiterung wichtig, weil dadurch die österreichische Wettbewerbssituation wesentlich gestärkt wird", betonte der Vizekanzler. Konkret geplant sei, in den Jahren 2004 bis 2006 der Forschung insgesamt an zusätzlichen Mitteln 1,2 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Diese setzen sich aus einer Fortsetzung der Forschungsoffensive in der Höhe von 600 Millionen Euro, der neuzugründenden Nationalstiftung für Forschung und Technologieentwicklung in der Höhe von 300 Millionen Euro sowie aus der Erhöhung des Forschungsfreibetrages und der Forschungsprämie zusammen. Diese steuerlichen Förderungen betragen insgesamt 300 Millionen Euro. Die Gesamtausgaben für Forschung und Technologieentwicklung werden in dem Zeitraum zwischen 1999 und 2006 um 40% gesteigert. Die Bundesausgaben werden im Bereich der liquiden Mittel in dem Zeitraum von 1999 bis 2006 um 42% erhöht.

Einen wesentlichen Schwerpunkt in dem geplanten Reformkonzept stellen die Universitäten und ihre Forschungseinrichtungen dar. "Es geht dabei darum, Stärken zu stärken und Nischen zu suchen. Die Universitäten erhalten zusätzlich zum Budget 2004 aus der Forschungsoffensive der Bundesregierung 10 Millionen Euro. Bis 2006 stehen den Universitäten zusätzlich insgesamt 30 Millionen Euro als Infrastrukturpaket zur Verfügung. Ziel dabei ist, die Förderungen nicht nach dem Gießkannenprinzip zu verteilen. Es sollen vielmehr von den Universitäten konkrete Schwerpunkte gesetzt und Projekte eingereicht werden ", betonte Bundesministerin Gehrer. Zudem soll der Rat für Forschung und Technologieentwicklung eine eigene Rechtspersönlichkeit erhalten und als wichtiges Beratungsgremium zur Verteilung der zur Verfügung gestellten Gelder der Forschungsoffensive II dienen. Bundesministerin Gehrer hob in diesem Zusammenhang auch die Bedeutung des neuen Universitätsorganisationsgesetzes hervor. Dieses stärkt die Zusammenarbeit zwischen Universitäten und Wirtschaft, fördert die Forschung und deren Output und bietet neue Möglichkeiten für Beschäftigung.

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