Warum spricht Verzetnitsch nicht endlich Klartext?

Wien (OTS) - Kritik übt KPÖ-Vorsitzender Walter Baier am gestrigen Auftritt von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch in der ZIB-2. Baier:
"Zehntausende Menschen sind sich der Tatsache bewußt, dass es der Regierung auch bei der sogenannten ÖBB-Reform einzig und allein um die Privatisierung öffentlichen Eigentums geht, was verherrende Folge für hunderttausende Menschen haben wird. Verzetnitsch aber betont gebetsmühlenartig immer wieder nur die Gesprächs- und Reformbereitschaft der Gewerkschaft. Was soll das?"

Baier weiters: "Warum spricht Verzetnitsch nicht über die Folgen des Privatisierungsdesasters in Großbritannien und warum spricht er nicht über die sozialen Verwerfungen, die das weitgehend private US-Gesundheitssystems produziert? Warum spricht der ÖGB-Präsident nicht über die Steuerprivilegien der Reichen und Superreichen in Österreich? Warum spricht er nicht über die Absicht der schwarz-blauen Regierung, das soziale Sicherungssystem weitgehend zu zerstören? Warum verheimlicht Verzetnitsch die Analysen und Stellungnahmen der Sozial- und WirtschaftsexpertInnen des ÖGB und der AK, die klipp und klar aufzeigen, dass es um Umverteilung von Arm zu Reich geht - in Österreich, in Europa und weltweit?"

"Entweder hat Verzetnitsch noch immer nicht mitbekommen, dass die Sozialpartnerschaft vergangener Jahre - trotz aller rhetorischern Verrenkungen von Leitl & Gefolge - längst Geschichte ist oder er hört nur noch auf seine PR-Experten in ihren schmucken Designer-Büros. Zwischen neoliberalem Wahnsinn und gewerkschaftlicher Interessensvertretung ist kein sinnvoller Kompromiss möglich - dies würde auch dem ÖGB-Präsident klar werden, wenn er seinen politischen Hausverstand einsetzt", so Baier abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

KPÖ
Tel.: 0676/69 69 002
bundesvorstand@kpoe.at
http://www.kpoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NKP0001