Lücken in der Gesundheits- und Pflegevorsorge rasch schließen

Hilfsorganisationen präsentieren Positionspapier zur finanziellen und qualitativen Verbesserungen der Pflege

Wien (OTS) - Die Bundesarbeitsgemeinschaft freie Wohlfahrt (BAG)
von Caritas, Diakonie, Hilfswerk, Rotem Kreuz und Volkshilfe, fordern zügige Maßnahmen zur Bewältigung und Finanzierung des steigenden Pflegebedarfs. In ihrem Positionspapier, das auf dem Pflegekongress in Vösendorf am Freitag präsentiert werden wird, weisen sie vehement darauf hin, dass ohne Anpassung und Änderungen im Bereich der Finanzierung und Struktur der Gesundheits- und Pflegevorsorge, z.B. Neuregelung der medizinischen Hauskrankenpflege, Valorisierung des Pflegegeldes etc., die Pflege für den einzelnen bald nicht mehr sichergestellt werden kann. Eine große Herausforderung sehen die fünf Hilfsorganisationen auch in einer Verbesserung der Übergänge zwischen Krankenhaus und mobilen Diensten. Hier gehen zu Lasten der Patienten Informationen verloren, die für die tägliche optimale Betreuung notwendig sind.
Derzeit leben in Österreich rund 540.000 hilfs- und pflegebedürftige Menschen zu Hause. Aufgrund der demographischen Entwicklung wird sich ihre Anzahl bis zum Jahr 2011 auf knapp 800.000 erhöhen. Gleichzeitig sinkt die Zahl der pflegenden Angehörigen, die heute 80 Prozent der Pflegeleistungen übernehmen (etwa ein Fünftel nimmt zusätzlich die Hilfe von professionellen Pflege- und Betreuungspersonen in Anspruch). Für einen bedarfsgerechten Ausbau der mobilen Pflege- und Betreuungsdienste fehlt es an qualifizierten Pflegekräften und aber auch am entsprechenden finanziellen Engagement der Kostenträger. Beides wird aber nötig sein, um einen akuten Notstand im Pflegebereich abzuwenden. Zusätzlich fordert die BAG Unterstützungs-und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige, denn ohne sie wäre eine flächendeckende Versorgung der pflegebedürftigen Menschen in Österreich gar nicht möglich.
Das Positionspapier der BAG verlangt Maßnahmen und macht Verbesserungsvorschläge in den Bereichen der Finanzierung, der Unterstützung familiärer Pflege, der Qualifikation des Pflegepersonals und der Weiterentwicklung zielgruppenspezifischer Angebote. Das Positionspapier wird den zuständigen Ministern und Staatssekretären übermittelt und so in den Reformdialog zur Zukunft des Gesundheitswesens integriert. Interessierte können es auch bei allen BAG-Organisationen bestellen.

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