Glawischnig: Kein klares Nein der Bundesregierung zu Euratom-Krediten

Grüne fordern Umstieg auf erneuerbare Energien

Wien (OTS) "Noch immer gibt es kein klares Nein der Bundesregierung zur Aufstockung der Euratom-Kredite," kritisiert die Umweltsprecherin und stellvertretende Bundessprecherin der Grünen, Eva Glawischnig, das mangelnde Engagement der Bundesregierung. "Weder Bundeskanzler Schüssel noch Ministerin Ferrero-Waldner haben bisher bei der EU-Regierungskonferenz einen Vorstoß zur Auflösung des Euratom-Vertrages gewagt," kritisiert Glawischnig. Da von den zehn neuen EU-Beitrittsländern fünf Kernkraftwerke betreiben und auch Großbritannien, Frankreich und Finnland an der Atomenergie festhalten, muss in den nächsten Jahren die Auflösung des Euratom-Vertrages betrieben werden.
Glawischnig hofft, "dass die Regierungspartein bei der morgen Nachmittag stattfindenden Sitzung des parlamentarischen Ausschusses zur Behandlung des Volksbegehrens "Atomfreies Europa" eine engagiertere Haltung einnehmen als bisher. Es ist einfach zu wenig, 25 Jahre Zwentendorf zu feiern und gleichzeitig bei den aktuellen Problemen wegzuschauen," meint Glawischnig und betont, dass "die Politik Alternativen anbieten muss. Wer sich gegen Atompolitik ausspricht, muss aktiv für erneuerbare Energieträger eintreten. Bei entsprechender Maßnahmensetzung ist eine vollsolare Energieversorgung auf Europa-Ebene möglich. Und es ist realistisch, dass in Österreich in 25 Jahren rund 85 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien gewonnen werden können," schließt Glawischnig.

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