Museumsquartier: Vorwürfe an falsche Adresse

Wien (OTS) - Vehement haben drei von mehr als 40 Nutzern des
Wiener Museumsquartiers Vorwürfe an die Museumsquartier Errichtungs-und Betreibergesellschaft (MQ E+B) gerichtet. Zu hohe Energie- und Betriebskosten seien in den vergangenen Jahren verrechnet worden.

Der Immobilienverwalter des Museumsquartiers Mag. Thomas Malloth, Alleininhaber der Kanzlei Dr. Gerhard Stingl, stellt dazu klar, dass die Anschuldigungen einer aktuellen Grundlage entbehren. "Es besteht kein direktes Vertragsverhältnis zwischen diesen Nutzern und der MQ E+B", erklärt Malloth. Die Nutzer - Architektur Zentrum Wien, die Kunsthalle, die Halle E+G - müssen ihre Energie- und Betriebskosten mit der Gemeinde Wien abrechnen. Daher ist die Gemeinde Wien der direkte Ansprechpartner der genannten Nutzer für die Rechnungslegung, weil die Gemeinde Hauptmieter und die Nutzer lediglich über eigene Verträge deren Flächen bespielen.

Seit 1.Juli 2003 ist Malloths Unternehmen verantwortlich für das Facility Management des Museumsquartiers. "Es ist richtig, dass in der Vergangenheit direkt und pauschal Kosten mit den Nutzern verrechnet wurden, mein Unternehmen hat jedoch diese Vorgangsweise nicht weiter beibehalten", bemerkt Malloth. Daher wird die kommende Energie- und Betriebskostenabrechnung zum 30.6. 2004 wieder direkt an die Gemeinde Wien gerichtet sein, die sie an die Nutzer weiterleiten wird. Alle bis zum 30.6.2003 für die Mietvertragsflächen der Gemeinde Wien aufgelaufenen Kosten und Forderungen sind überdies zwischenzeitlich in einem Vergleich vom Oktober 2003 zwischen der MQ E+B und der Gemeinde Wien rechtsverbindlich geregelt. Ohne Zweifel, so Malloth, lässt sich das Museumsquartier nicht wie ein beliebiges Zinshaus verwalten. "Wir arbeiten schon seit längerem sehr konstruktiv in Arbeitsgruppen auch mit den Nutzern der Gemeinde Wien zusammen, um zu einem für alle Teile befriedigenden Abrechnungswesen zugelangen", erklärt Malloth die aktuelle Situation. Juristisch betrachtet wäre dies zwar nicht zwingend notwendig, aber der Immobilienverwalter will im Sinn des Gesetzes und der Akzeptanz durch die engagierten Nutzer dieses wichtigen Kulturquartiers eine nachvollziehbare Kostentransparenz erzielen.

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Thomas Malloth
Immobilienverwaltung Dr. Gerhard Stingl
Tel.: 01/604 06 40

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