Fuhrmann: "Fair-Play für die Jugend"

Forderung nach verbesserten Mitbestimmungsmöglichkeiten und Änderung der Lebenseinkommenskurve heute im Parlament

Wien, 5.November 2003 (ÖVP-PK) Heute, Mittwoch, wird im parlamentarischen Familienausschuss der von JVP-Bundesobfrau Abg.z.NR Silvia Fuhrmann eingebrachte Entschließungsantrag "Fair-Play für die Jugend" diskutiert. Gefordert wird im Antrag, die Mitbestimmungs- und -gestaltungsmöglichkeiten von Jugendlichen zu verbessern. Eine weitere Aufforderung an die Regierung soll die flächendeckende Abflachung der Lebenseinkommenskurve initiieren. ****

Die Mitgestaltungsmöglichkeiten der Jugendlichen sollen durch verschiedene Maßnahmen verbessert werden. So soll die Bundesjugend-vertretung verstärkt als gesetzlicher Interessensvertreter der Jugend agieren und bei Vorhaben der Regierung mitsprechen können. Gleich-zeitig soll eine "Jugendverträglichkeitsprüfung" sicherstellen, dass durch Maßnahmen der Entscheidungsgremien auf allen Ebenen die Interessen der Jugendlichen nicht übersehen werden. Dies betrifft besonders auch legistische Vorhaben in Generationenangelegenheiten. Weiters soll die Politik auch positiv darauf einwirken, dass es Gerechtigkeit bei öffentlichen Förderleistungen gibt. Derzeit zahlen Jugendliche nämlich - etwa in Wien - doppelt so viel wie Senioren, wenn sie ein Museum besuchen oder öffentliche Verkehrsmittel benutzen.

Durch die Bildung von Schulgemeinschaftsausschüssen (SGA) auf Landes- und Bundesebene - an den einzelnen Schulen ist diese Zusammenarbeit von Schülern, Lehrern und Elternvertretern bereits ein wichtiges Entscheidungsgremium - soll die Mitsprache von Jugendlichen im Ausbildungsbereich verbessert werden.

Ein wichtiges Projekt ist die Abflachung der Lebenseinkommens-kurve. Die Regierung wird aufgefordert, diese Forderung im Bereich des öffentlichen Dienstes umzusetzen, in der Privatwirtschaft soll sie auf die Sozialpartner in diesem Sinne einwirken und Anstöße geben. Junge Menschen sollen am Anfang ihres Erwerbslebens mehr verdienen, der Einkommensanstieg bis zur Pensionierung soll dafür nicht mehr so steil sein. Junge Menschen hätten dabei mehr Mittel bei der Existenzgründung zur Verfügung, ältere hätten bessere Chancen am Arbeitsmarkt, da sie gegenüber jungen nicht zu teuer würden. Insgesamt soll das Lebenseinkommen nicht sinken. Initiativen in diese Richtung haben die Landesregierungen von Oberösterreich und der Steiermark bereits gesetzt. Weiters besagt eine EU-Richtlinie, dass es keine Diskriminierung auf Grund des Alters im Einkommen geben darf. Diese gehört raschest möglichst angepasst, nachdem die Deadline ohnehin bis Ende 2003 fixiert worden ist.

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