Versicherungen: Frauen dürfen nicht benachteiligt werden

SPÖ-Kärnten fordert geschlechtsneutrale Versicherungsprämien – die Wettbewerbs-Richtline der EU könnte da ansetzen

Klagenfurt (SP-KTN) – Die SPÖ setzt sich für eine Gleichbehandlung von Frauen und Männern bei Versicherungen ein. Derzeit zahlen Frauen bei Lebens-, Kranken- und Pensionsversicherungen höhere Prämien als Männer. „Es kann nicht sein, dass Frauen aufgrund ihrer biologischen Gegebenheiten wie Schwangerschaften oder einer höheren Lebenserwartung benachteiligt werden“, fordert die SP-Frauenvorsitzende Sieglinde Trannacher endlich gleiche Prämien für Frauen und Männer. SP-LAbg. Peter Kaiser, der Europasprecher der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag, setzt sich ebenfalls für eine Gleichbehandlung ein und sieht „die EU-Wettbewerbsrichtline von Monti als Chance, geschlechtsneutrale Prämien einzuführen“. Es darf in Zukunft einfach nicht sein, dass Versicherungen das Schwangerschaftsrisiko und den damit verbundenen teuren Krankenhausaufenthalt mit höheren Prämien, an die leider noch immer beim Einkommen benachteiligten Frauen weitergeben.

Frauen zahlen aber nicht nur bei den privaten Pensionsversicherungen im wahrsten Sinne des Wortes drauf. „Beim staatlichen Pensionssystem bekommen Frauen bis zu 40% weniger Pension, durch die Reform können es bis zu 50% weniger werden. Schuld daran sind die Schwangerschafts- und Kindererziehungszeiten, die Frauen ganz andere Erwerbsbiografien ausweisen als Männern“, gibt Trannacher zu bedenken, dass sich die Benachteiligung von Frauen durch viele Bereiche zieht. Die SPÖ fordert, dass damit endlich Schluss ist und hofft, dass die EU hier einen Schritt in Richtung Gleichbehandlung setzt. (Schluss)

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