Rieder: Wiener Arbeitsmarktgipfel im Dezember

Wien (OTS) - "Die triste Situation am österreichischen
Arbeitsmarkt schlägt auf Wien voll durch. Besonders besorgt macht mich die Tatsache, dass erstmals seit längerer Zeit die Arbeitslosigkeit im Haupterwerbsalter (25 bis unter 45 Jahre) gegenüber dem Vorjahr prozentuell am stärksten gestiegen ist. Alarmierend ist auch, dass sich der im Vergleich zu anderen Bundesländern höhere Ausländeranteil in den Arbeitslosenzahlen stark niederschlägt", erklärte Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Vizebürgermeister Dr. Sepp Rieder am Dienstag zur Diskussion um die Oktober-Arbeitsmarktdaten.

Als Reaktion auf die Situation am Arbeitsmarkt kündigte Rieder einen Arbeitsmarktgipfel mit den Wiener Sozialpartnern für Dezember an, um einen weiteren Maßnahmenkatalog zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit zu erarbeiten. "Zum Gipfel werden wir auch Bundesminister Bartenstein einladen, der als Bundesminister für die Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik in ganz Österreich - und nicht nur in den Bundesländern außerhalb Wiens - verantwortlich ist". Rieder fordert in diesem Zusammenhang vom Bund zusätzliche Mittel für das AMS Wien statt der kolportierten Pläne Bartensteins, die AMS-Mittel für Wien im Jahr 2004 zu kürzen.****

"Unabhängig davon stocken wir aus dem Wiener Budget die Mittel für den Wiener ArbeitnehmerInnenförderungsfonds (WAFF) um 5,5 Millionen Euro auf, um damit die Wiener Arbeitsstiftung sowie die Frauen- und Jugendförderprogramme noch zusätzlich auszubauen. Ferner wird die Stadt Wien einschließlich ihrer Unternehmungen im kommenden Jahr ein Investpaket von zwei Milliarden Euro erstellen. Die im Voranschlag 2004 vorgesehenen Aufwendungen für das Bau- und das Baunebengewerbe erreichen die Rekordmarke von 1.412 Millionen Euro", so Rieder weiter.

"Im Gegensatz dazu enthält das sogenannte Konjunkturpaket der Bundesregierung trotz aller Ankündigungen nichts, was unmittelbar eine Konjunkturbelebung auslösen könnte. Vor allem fehlen zusätzliche Finanzmittel, die weitere Investitionen ermöglichen würden", kritisierte Rieder. (Schluss) gaw/mmr

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