- 04.11.2003, 10:36:52
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AK-Test Auslandsüberweisungen: Genau so billig wie im Inland!
Kritik: Über Überweisungsdauer und mögliche Spesen wird mangelnd informiert
Wien (AK) - Seit Juli darf eine Auslandsüberweisung unter 12.500 €
innerhalb der EU nicht mehr kosten als eine Inlandsüberweisung. Ein
erfreulicher AK-Test zeigt: Die Banken halten sich an die
EU-Verordnung - beim Test wurden keine unerlaubten Spesen verrechnet.
Die Überweisungen waren in längstens 3 Tagen am Empfängerkonto.
AK-Kritik: Über Überweisungsdauer und mögliche Spesen informieren
Banken mangelnd.
Die AK-Konsumentenschützer wollten prüfen, ob jetzt Überweisungen
von Euro-Konto zu Euro-Konto in der EU wirklich nicht teurer sind als
Inlandsüberweisungen. Seit 1. Juli 2003 gilt für Überweisungen bis zu
12.500 Euro, dass sie nicht mehr kosten dürfen als im Inland. Bis
Ende Juni waren Auslandsüberweisungen in die EU sehr teuer. Daher
machten die AK-Tester im September Überweisungen bei 7 Wiener Banken
- Bank Austria Creditanstalt, BAWAG, Erste Bank, NÖ Landesbank
Hypothekenbank, Postsparkasse, Raiffeisenlandesbank NÖ Wien und
Volksbank Wien - in den EU-Raum.
Grenzüberschreitende Euro-Überweisungen kosten nicht mehr als im
Inland. So verlangen heimische Banken für Inlandsüberweisungen bei
Girokonten mit Einzelverrechnung die Kosten einer Buchungszeile, bei
einer Pauschalverrechnung sind die Preise der Buchungszeile
gewöhnlich im Pauschalpreis enthalten. Tipp: Es sollte unbedingt
Spesenteilung vereinbart werden: Inländische Bankspesen zahlt der
Auftraggeber, ausländische der Empfänger, da Überweisungen nicht in
allen EU-Ländern so günstig wie in Österreich sind. Sonst werden die
Gebühren der ausländischen Bank dem Auftraggeber verrechnet.
Wichtig ist auch, dass die Kunden auf den Formularen zusätzlich zu
den üblichen Empfängerdaten (Name, Kontonummer, Bankleitzahl)
internationale Kontonummer IBAN und Bankleitzahl BIC des Empfängers
vermerken - sonst kann die Bank Spesen verrechnen.
Die AK-TesterInnen waren mit der Beratung bei den Codes sehr
zufrieden. Alle Bankenmitarbeiter haben auf das Fehlen von IBAN- und
BIC-Code beim Ausfüllen der Formulare hingewiesen, so dass ohne
zusätzliche Kosten überwiesen wurde.
Beträge müssen nach dem Überweisungsgesetz binnen fünf
Bankarbeitstagen überwiesen sein - alle Überweisungen erfolgten
fristgerecht zwischen zwei und drei Tagen.
Kritisiert werden von den AK-Konsumentenschützern die mangelnden
Informationen der Banken - es fehlten Hinweise auf Überweisungsdauer,
mögliche Spesen und die unternehmenseigene Beschwerdestelle im Falle
von Leistungsstörungen.
Tipps für Konsumenten
+ Vergessen Sie nicht auf IBAN und BIC des Empfängers am
Überweisungsformular - ansonsten können zusätzliche Gebühren
anfallen.
+ IBAN und BIC des eigenen Kontos finden Sie auf Ihren Kontoauszügen.
+ Vereinbaren Sie Spesenteilung.
+ Achtung bei Überweisungen über e-banking: Manche Banken bieten für
Überweisungen in den Euro-Raum andere Formulare an als für das übrige
Ausland. Verwenden Sie das falsche Formular werden möglicherweise
Spesen verrechnet.
OTS0074 2003-11-04/10:36
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