- 04.11.2003, 10:07:48
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Vom Blues zum Country-Lovesong: "Brüder II" ist da!
Wolfgang Böck, Erwin Steinhauer und Andreas Vitásek streiten wieder - am 23. November in ORF 2
Wien (OTS) - "Um es musikalisch auszudrücken: Der erste Film war
eher ein Blues, mit Akustikgitarre, fetzig gespielt, ein fetziges
Roadmovie. Der zweite Teil ist mehr in Richtung Country-Lovesong,
viel sentimentaler, gefühlvoller", beschreibt Filmemacher Wolfgang
Murnberger "Brüder II", seinen jüngsten Fernsehfilm für den ORF, der
gestern bei einem Wiener Heurigen präsentiert wurde. Die Fortsetzung
der im Frühjahr 2003 mit dem Neuberg-Preis ausgezeichneten
Charakterkomödie von Uli Brée und Rupert Henning, die bei ihrer
ORF-Premiere im Juni 2002 bis zu 1.011.000 Zuseherinnen und Zuseher
verfolgten, steht am Sonntag, dem 23. November 2003, um 20.15 Uhr in
ORF 1 - nach einem Dakapo von "Brüder I" am Samstag, dem 15.
November, um 21.10 Uhr in ORF 1 - erstmals auf dem Programm. Die
Handlung von "Brüder II" spielt vier Jahre später, doch das ungleiche
Brüdertrio Wolfgang Böck (dreht derzeit für den ORF zwei neue
"Trautmann"-Krimis), Erwin Steinhauer (dreht ebenfalls "Trautmann"
und ist am 14. Dezember in "Polterabend" zum letzten Mal als Simon
Polt im ORF zu sehen) und Andreas Vitásek alias Ludwig, Ernst und
Adrian Stadler hat trotz veränderter Lebensumstände nichts an seiner
Streitbarkeit verloren. Nachdem ihre Vatersuche in Teil eins drei
unterschiedliche Erzeuger zu Tage förderte und die "falschen" Brüder
in heftige emotionale Turbulenzen brachte, die sie letztlich jedoch
erfolgreich meisterten, droht den Stadlerschen Familienbanden in
"Brüder II" eine harte Zerreißprobe.
Die Stadlers - Eine Patchworkfamilie par exellence?
Eine ungewöhnliche Patchworkfamilie waren die drei Stadlers bereits
im ersten "Brüder"-Film: Dass das Schicksal in Teil zwei den
familiären Fleckerlteppich weiter knüpft, damit hat das ungleiche
Trio so gar nicht gerechnet. Die gesellschaftspolitische Botschaft,
die "Brüder II" an sein Publikum richtet: "Die Kinder sind das
Wichtigste. Sie sind oft die Leidtragenden einer Trennung, deshalb
muss ein besonderes Augenmerk auf die Kinder gerichtet werden. Bei
neuen Partnerkonstellationen darf nicht die eigene Not und Freude im
Vordergrund stehen", meint Hauptdarsteller Wolfgang Böck, der in
"Brüder II" zu unerwarteten Vaterfreuden kommt. Der beim ORF-Publikum
als raubeiniger Wiener Kieberer Trautmann bekannte Böck darf in
seinem jüngsten Film einige neue Seiten zeigen: "Das ist die
gefühlvollste Filmrolle, die ich je gespielt habe", verrät der frisch
gebackene Intendant der Schlossspiele Kobersdorf, der im Sommer in
einer "Lumpazivagabundus"-Inszenierung selbst als Knieriem auf der
Bühne stehen wird. Auf jeden Fall bestätigen alle drei Filmbrüder:
"Die 'Brüder'-Geschichten sind sehr aus dem Leben gegriffen."
Und darum geht's in Teil zwei:
Ernst (Steinhauer) ist sein Haubenrestaurant und seine Ehefrau los,
hat sich als Moderator einer etwas hochgestochenen Kochsendung neuen
Ruhm erworben und ist Vater von Zwillingen. Iris (Susa Meyer), die
Mutter seiner Kinder, hat er zwar nicht geheiratet - und es
vereinfacht die Situation auch nicht unbedingt, dass zwischen ihr und
Vickerl (Böck) zarte Gefühle aufkeimen. Dieser hat inzwischen ein gut
gehendes bürgerliches Lokal aufgemacht und wehrt sich zunächst
mannhaft dagegen, in Ernstls Fernsehshow aufzutreten. Junior Adrian
(Vitásek) hilft in Ludwigs Küche aus und zieht, wegen eines
Seitensprungs von Freund Michael (Wolfgang Michael) aus der
gemeinsamen Wohnung geworfen, zu seinem ältesten Bruder. Außerdem hat
Adrian unterdessen die Erlebnisse der Vatersuche zu einem Roman
verarbeitet, der demnächst erscheinen soll. Auch dadurch fühlt Ernst
seine Reputation ernsthaft in Gefahr. Dass Iris erneut schwanger
wird, treibt den Bruderzwist schließlich in Höhen, denen selbst
Stadlersche Familienbande nicht mehr gewachsen scheinen.
Neben dem aus Teil eins bewährten Schauspielerteam - Wolfgang Böck,
Erwin Steinhauer, Andreas Vitásek, dem "Hair"-Star Susa Meyer (steht
derzeit in "Cats" als Demeter in Hamburg auf der Bühne), Wolfgang
Michael - standen diesmal weiters Silvia Eisenberger, die Zwillinge
Josef und Michael Harrant, Michael Pink, Joseph Lorenz, Andrea
Clausen u. a. vor der bewährten Kamera von Helmut Wimmer. Darüber
hinaus verpflichtete das Produktionsteam der Wiener DOR Film für
Gastrollen auch fünf prominente Österreicher: Kabarettist Leo Lukas,
Nobelgastronom Walter Eselböck, Ö3-Astrologin Gerda Rogers,
"ZiB"-Präsentatorin Ingrid Thurnher, die im vergangenen April zum
dritten Mal im Rahmen der Romy-Verleihung zur beliebtesten
TV-Moderatorin gekürt wurde, und Regisseur Wolfgang Lesowsky.
OTS0063 2003-11-04/10:07
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