• 31.10.2003, 14:34:46
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Tiroler Mechatronik Symposium ruft zu verstärkter Kooperation auf

HTL-Jenbach setzt neue Ausbildungsimpulse und hofft auf zunehmendes Interesse seitens der Industrie

Jenbacher (OTS) - Am Donnerstag, 30. Oktober 2003 veranstalte die
HTL-Jenbach in Tirol zum ersten Mal ein Symposium zum Thema
"Industrie & Mechatronik- Zukunftschancen nutzen". Über 60 Teilnehmer
aus Industrie und Wirtschaft waren der Einladung gefolgt. Die
Mechatronik - eine Ingenieursmischdisziplin, bestehend aus Mechanik,
Elektrik und Informatik, so die Veranstalter, sei der aufstrebende
Industriezweig der nächsten Jahre und nicht mehr aus dem
industriellen Alltag wegzudenken. Ein Blick nach Oberösterreich, wo
der Mechatronik Cluster bereits erfolgreich tätig ist, nährt und
bestärkt die Aussage der vier Veranstalter, der Tiroler
Zukunftsstiftung, der Gemeinde Jenbach, der HTL-Jenbach sowie dem
Automatisierungsunternehmen Festo GesmbH.

Mechatronik - vom Fotoapparat bis zur Fertigungsstraße

Der an der Johannes Kepler Universität in Linz ansässige o.
Univ.-Prof. DI Dr. Rudolf Scheidl erläuterte in seinem einleitendem
Referat die Geschichte der Mechatronik mit ihren Wurzeln in der
Feinwerktechnik und unterstreicht die zunehmende Bedeutung der
Mechatronik im Maschinenbau: "Mechatronik braucht Ingenieure, die
nicht nur eine Disziplin verstehen, sondern auch in anderen
Disziplinen mitdenken können. Da in Österreich hauptsächlich Systeme
und nicht Einzelkomponenten im Maschinenbau hergestellt werden - ist
die Mechatronik naturgemäß in der Fertigung ein wesentliches Thema",
so der einzige akademische Langzeitexperte. Beispielhaft für ein
solches Unternehmen formuliert Mag. Ing. Norbert Blaha von der
Westcam GmbH, die Notwendigkeit von engen Kooperationen besonders
zwischen klein- und mittelständischen Unternehmen. Als
Kooperationsbeispiel präsentierte er die erste von zwei Tiroler
Mechatronik Cluster-Aktivitäten, die es sich zum Ziel setzt,
Synergien dann zu bündeln, wenn es um konkrete Aufträge oder Projekte
geht. Initiator aller Cluster-Aktivitäten ist das Tochterunternehmen
des Landes Tirol, die Tiroler Zukunftsstiftung, die nach einer im
Jahr 2002 durchgeführten Studie die Notwendigkeit einer
Clusterbildung für den Bereich Mechatronik eindeutig lokalisieren
konnte.

Industrie fordert zeitgemäße Ausbildung

"Mitarbeit im Cluster ermöglicht unter anderem Vorteile für die
eigene Forschung und Entwicklung, soll aber auch im Dialog mit den
Schulen neue Ausbildungs-Qualitäten definieren", so die Vertreterin
der Tiroler Zukunftsstiftung, Mag. Johanna Bernhardt. Für neue
Qualität im Ausbildungsbereich sorgt seit kurzer Zeit die HTL
Jenbach, die erst nach einer 3-jährigen Basisausbildung eine
Spezialisierung in einen Fachbereich vorsieht und erstmals die
Mechatronik im Lehrprogramm stehen hat. DI Friedemann Bartl,
Abteilungsvorstand der HTL Jenbach: "Wir wissen, dass viele Tiroler
Unternehmen Mechatronikerinnen und Mechatroniker anstellen würden,
wenn es diese vor Ort gäbe. Wir werden dafür sorgen, dass unsere
Jugend eine fundierte und praxisorientierte Ausbildung erhält - das
ist ein Versprechen."

Die beiden Referenten vom WIFI Tirol, Ing. Richard Stöckl und Ing.
Walter Cernin, unterstrichen die Bedeutung der Flexibilisierung in
der Erwachsenenbildung: "Betriebsspezifisch orientierte Weiterbildung
ist heute unumgänglich. Es gilt auf die individuellen Anforderungen
der Firmen einzugehen und entsprechende Bildungslösungen
auszuarbeiten - ein Bildungsstandardprogramm alleine ist zumeist
nicht mehr ausreichend."

Vor Ort zur Praxis - der mechatronische Wettbewerb

Besonderes Interesse galt dem mechatronischen Wettbewerb, der
zeitgleich zum Symposium von drei Teams, davon jeweils ein Team aus
Lettland, Litauen und Österreich, veranstaltet wurde. Vom
Gewinnerteam waren Funktionalität der Anlage und Tempo gefordert.
Erfreuliches am Rande - das österreichische Team hat gewonnen! Wieder
einmal steht Österreich an der Spitze eines Wettbewerbs, so wie
bereits vor einigen Monaten bei den Berufsweltmeisterschaften in St.
Gallen, bei denen Österreich im Bereich Mechatronik die
Bronze-Medaille nach Hause brachte, erinnern sich Ing. Hermann
Studnitzka, Leiter Didactic Festo, und Dr. Peter Kranzlmayr, der
österreichische Delegationsleiter der World Skills Austria innerhalb
der WK Salzburg.

Fotos können Sie anfordern unter: sigrid.elsinger@cipwien.at

OTS0169    2003-10-31/14:34

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