• 31.10.2003, 14:24:47
  • /
  • OTS0167 OTW0167

Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank: 03.11. bis 07.11.2003

Wien (OTS) -
              USD       Euribor   Dt.Bund   ATX      DAX     DJ Ind.
              je EUR    3m        10v
31.Okt 03     1,163     2,16%     4,33%     1422,0   3644,0  0,0
24.Okt 03     1,179     2,15%     4,28%     1389,9   3476,3  9613,1
Veränderung   1,35%     0,01      0,05      2,17%    4,82%   -100,00%
                        %Punkte   %Punkte

Die US-Notenbank (Fed) hat in der letzten Woche erwartungsgemäß die
Leitzinsen unverändert belassen und auf absehbare Zeit eine
Fortsetzung ihrer lockeren Geldpolitik signalisiert. Der
Schlüsselzins blieb damit bei 1,0 Prozent, dem niedrigsten Niveau
seit 45 Jahren. Anders als nach ihrer letzten Sitzung hat die Fed auf
erste Anzeichen einer Stabilisierung der Lage am Arbeitsmarkt
hingewiesen. Die erstmals im Mai geäußerte Warnung vor den Gefahren
eines weiteren unerwünschten Rückgangs der Inflation wurde
wiederholt. Im September betrug die Inflationsrate ohne die stark
schwankenden Energie- und Nahrungsmittel 1,2 Prozent. Auch in der
Eurozone steht diese Woche die Zinsentscheidung an. Dies wird die
erste Sitzung unter dem Vorsitz des neuen EZB-Präsidenten Jean-Claude
Trichet sein. Wir erwarten auch hier keine Änderung der Leitzinsen.

Die Wirtschaftsdaten, die in der letzten Woche veröffentlicht
wurden, fielen mehrheitlich besser aus, als erwartet. Das US-BIP ist
nach vorläufigen Berechnungen des Handelsministeriums im dritten
Quartal mit einer annualisierten Rate von 7,2 Prozent Q/Q (Q2: 3,3%
Q/Q) gewachsen. Das war der stärkste Anstieg seit dem ersten Quartal
1984. Vom Markt wurde ein Anstieg von 6,0 Prozent erwartet. Dank des
Steuersenkungsprogramms der Regierung sind vor allem die
Konsumausgaben in diesem Zeitraum deutlich angestiegen. Auch das in
der letzten Woche veröffentlichte US-Verbrauchervertrauen und der
deutsche IFO Geschäftsklimaindex konnten den Markt positiv
überraschen. In den nächsten Tagen steht wieder eine Reihe von von
wichtigen Wirtschaftsdaten an. In den USA und Europa werden die
Einkaufsmanagerindizes für Oktober veröffentlicht. In den USA stehen
weiters die Auftragseingänge in der Industrie für September und die
Arbeitslosenrate für Oktober an. In der Eurozone wird der
Einzelhandelsumsatz (August) und die Arbeitslosenrate (September)
veröffentlicht. Bei den meisten Wirtschaftsdaten, die in dieser Woche
veröffentlicht werden, erwarten wir eine leichte Verbesserung.

Die Aktienmärkte verzeichneten in der letzten Woche mit den guten
Wirtschaftsdaten deutliche Kurszuwächse. Vor allem der volatile DAX
konnte in diesem Zeitraum wieder deutlich zulegen. Nach den Anstiegen
der Tage zuvor konnte das zuletzt veröffentlichte
US-Wirtschaftswachstum die Märkte nur mehr zwischenzeitlich
stimulieren. In weiterer Folge bröckelten die Kurse dann wieder ab.
Der ATX stieg im Wochenverlauf um 2,2 Prozent auf 1420 Punkte, den
höchsten Stand seit August 1998. Obwohl die Mehrzahl der
Unternehmensdaten weiterhin gut ausfallen sollte und sich auch die
Wirtschaftsdaten wieder etwas verbessern sollten, erwarten wir nicht,
dass die zur Veröffentlichung anstehenden Daten die Aktienmärkte in
dieser Woche deutlich stimulieren können. Wir rechnen in diesem
Zeitraum mit einer Seitwärtsentwicklung.

Mit den guten US-Wirtschaftsdaten hat der US-Dollar in der letzten
Woche zum Euro wieder an Wert gewonnen. In dieser Woche erwarten wir
eine Seitwärtsentwicklung. In einem freundlicheren wirtschaftlichen
Umfeld sind in der letzten Woche sowohl in der Eurozone als auch in
den USA die Anleiherenditen wieder gestiegen. Auch hier erwarten wir
in dieser Woche wenig Veränderung.

OTS0167    2003-10-31/14:24

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | VBF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel