- 31.10.2003, 11:53:38
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GRÜNER BERICHT ZIEHT BILANZ ÜBER DAS LANDWIRTSCHAFTSJAHR 2002 Pröll sieht EU-Agrar-Reformpaket als tragbaren Kompromiss
Wien (PK) - Dem Nationalrat liegt seit kurzem ein umfassender
Bericht über die Lage der österreichischen Landwirtschaft vor;
der 44. Grüner Bericht wird Gegenstand der Beratungen des
Landwirtschaftsausschuss am Dienstag kommender Woche sein (4.
November). Auf insgesamt 352 Seiten informiert er ausführlich
über die wirtschaftliche und soziale Lage der Land- und
Forstwirtschaft in Österreich sowie über die Situation der
ländlichen Regionen. Auch die Entwicklung der europäischen
Agrarpolitik und deren Auswirkungen auf die Agrar- und
Ernährungswirtschaft in Österreich wird behandelt. Weitere
Kapitel geben Auskunft über die Agrarstruktur, die
Einkommenentwicklung sowie über die Produktionsergebnisse. Der
gesamte Bericht kann im Internet unter http://www.gruener-
bericht.at nachgelesen werden.
Der Grüne Bericht wurde fertig gestellt, nachdem sich die
Agrarminister der EU am 26. Juni 2003 auf die Reform der
Gemeinsamen Agrarpolitik geeinigt haben. Mit diesem Beschluss sei
es gelungen, noch vor der mit 1. Mai 2004 stattfindenden
historischen Erweiterung der Union auf 25 Mitgliedstaaten
planbare Rahmenbedingungen für dieses größere Europa zu schaffen,
konstatiert Landwirtschaftsminister Josef Pröll in der Einleitung
zum Bericht. Dieser Entscheidung sei eine intensive Diskussion
vorausgegangen, und mit dem nun vorliegenden Kompromiss konnte
eine tragbare Basis für die weitere Zukunft der österreichischen
Familienbetriebe geschaffen werden. Wichtig für Österreich sei
die beschlossene Aufrechterhaltung der Quotenregelung für Milch
bis 2015 ohne weitere Quotenaufstockung über den Beschluss der
Agenda 2000 hinaus. Die Aufrechterhaltung der Höhe der
Interventionspreise auf dem bestehenden Niveau, eine Abschwächung
der von der Kommission vorgeschlagenen vollständigen Entkoppelung
sowie die Aufstockung der Mutterkuhquoten um 50.000 Stück seien
wichtige Korrekturen, die er zur Sicherstellung der
multifunktionalen und flächendeckenden Bewirtschaftung erreicht
habe, resümiert Pröll. (Schluss)
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