- 31.10.2003, 11:32:48
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Lapp zu Familienhospizkarenz: Bedenken der SPÖ bestätigt
Finanzielle Absicherung fehlt - "Die Reichen können es sich richten"
Wien (SK) "Wenig überrascht" zeigt sich
SPÖ-Behindertensprecherin Christine Lapp über die heute in einem
Bericht des Ö1-"Morgenjournal" genannten Zahlen über die
Inanspruchnahme der Familienhospizkarenz. Demnach waren Anfang
Oktober nur 115 Personen in ganz Österreich in Hospizkarenz. "Zum
wiederholten Male zeigt sich, dass die Regierung völlig lebensfremde
Gesetze verabschiedet", so Lapp gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Die
SPÖ habe bereits vor der Einführung der Karenz gemeinsam mit anderen
Institutionen davor gewarnt, dass die fehlende finanzielle
Absicherung viele Menschen abschrecken werde, diese in Anspruch zu
nehmen. Dies habe sich nun voll bewahrheitet. ****
Dass die Erwartungen der Regierung bei weitem nicht erfüllt
wurden, liege auch daran, dass nur wenige Personen Anspruch auf
Mittel aus dem im Sozialministerium eingerichteten Härtefonds haben.
Voraussetzung für eine Zuwendung sind laut Sozialministerium, dass
"infolge des Wegfalles des Einkommens aufgrund der
Familienhospizkarenz eine finanzielle Notsituation eintritt". Von
einer solchen ist dann auszugehen, wenn pro Person 500 Euro im Monat
übrig bleibt. "Die Reichen können es sich richten und die
unselbständig Erwerbstätigen werden wie so oft zu Bittstellern
degradiert. Es ist daher nicht verwunderlich, dass sich der Ansturm
auf die Karenz in Grenzen hält", so Lapp abschließend. (Schluss)
up/mm
OTS0094 2003-10-31/11:32
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