- 31.10.2003, 11:01:29
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Benachteiligung Kärntens bei Kulturförderungen des Bundes beenden!
FP-Dringlichkeitsantrag im Kärntner Landtag einstimmig beschlossen
Klagenfurt, 2003-10-31 (fpd) Die krasse Benachteiligung Kärntens bei
den Kulturförderungen des Bundes müsse umgehend beendet werden,
fordert der freiheitliche Vorsitzende des Kulturausschusses im
Kärntner Landtag, LAbg Johann A. Gallo. Um zu mehr
Fördergerechtigkeit zu kommen, habe der Kärntner Landtag in seiner
jüngsten Sitzung einen freiheitlichen Dringlichkeitsantrag
beschlossen, wonach als erster Schritt in allen Kunst-Beiräten und
Kulturkommissionen des Bundes unser Bundesland mit Sitz und Stimme
vertreten sein müsse, erläutert der Kultursprecher
Die Kunst-Förderpraxis des Bundes sei ausgesprochen Wien-lastig und
diskriminiere Kärnten unzulässigerweise und gleich mehrfach,
kritisiert Gallo. So würden beispielsweise über 70 % aller
Kulturmittel des Bundes in Wien bleiben und Kärnten bekomme mit
seinem Bevölkerungsanteil von rund 8 % der österreichischen
Gesamteinwohnerzahl lediglich karge 1,24 % des
Bundesförderungskuchens. Auch die Subventionsbeträge für
vergleichbare Veranstaltungen in Wien seien wesentlich höher als in
den anderen Bundesländern.
Eine Ursache dieser Ungleichbehandlung orten Experten in der
Besetzung der Kunst-Beiräte des Bundes. In insgesamt 14 Beiräten mit
gesamt 82 Mitgliedern finden sich lediglich 2 Kärntner Vertreter,
während alleine Wien 38 Mitglieder entsenden darf und mit Kärnten
vergleichbare Bundesländer, wie Salzburg oder Tirol, immerhin 9 bzw.
7 Beiratlobbyisten in den Bundesgremien haben, schloss Gallo.
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