Serles fordert Disziplinarverfahren gegen ehemaligen GZW- Pflegedirektor Pelikan

Wien, 2003-10-31 (fpd) – Völlige Unfähigkeit bei der Personalführung im Geriatriezentrum Wienerwald attestierte heute der freiheitliche Gemeinderat Dr. Wilfried Serles dem ehemaligen Pflegeleiter im GZW, Günther Pelikan. Dessen gestern in der Untersuchungskommission zum Pflegeheimskandal getätigte Aussagen hätten bewiesen, dass dieser mit seiner Aufgabe völlig überfordert gewesen sei. „Der im Jahr 2001 vom Krankenanstaltenverbund nach eigenen Angaben als „Troubleshooter“ geholte Pelikan hat sich vor allem dadurch ausgezeichnet, dass er den eigenen Dienstschluss mit 15 Uhr wahrnahm, die unangekündigte Kontrolle der MA47 als lästig und unnötig empfand und er auch während seiner gestrigen Einvernahme kein Wort des Bedauerns über die bestürzenden Zustände im Pavillon 1 über die Lippen brachte“, so Serles. ****

In der Personalführung habe Pelikan völlig versagt, immerhin seien unter seiner Leitung 70 Dienstposten unbesetzt geblieben. „Seine Mitarbeiter hat er durch die Streichung von Fortbildungsmaßnahmen und durch eine undifferenzierte Kürzung von Urlauben ohne Bezüge weiter demotiviert. Die gestrige Befragung des Pflegedirektors hat ergeben, dass er nur einen Bruchteil seiner Zeit für die Sicherung und Verbesserung der Pflegequalität aufgewendet hat. Dem Inhaber einer Computer Firma – die näheren Umstände dieser Nebenbeschäftigung werden zu klären sein – war der Aufbau eines Intranets in Lainz scheinbar wichtiger als die Pflege“, betonte Serles.

Der Abschiedsbrief Pelikans an seine Mitarbeiter, in dem er von möglichen Feinden spricht, die „seinen Weg nicht begriffen haben, weil es ihnen an Intelligenz und Weitblick gemangelt hat“, enthüllt dessen autoritäre Persönlichkeitsstruktur und den völligen Mangel an Einfühlungsvermögen bei Mitarbeitern. „Der KAV wäre daher gut beraten, Pelikan mit der Leitung von Pflegediensten in Zukunft nicht zu beauftragen“, sagte der FP-Abgeordnete.

„Nachdem die gestrige Befragung Pelikans ergeben hat, dass dieser seinen Pflichten bei der Überwachung und Sicherung der Pflegequalität nicht im ausreichenden Maße nachgekommen ist, ist die Einleitung eines Disziplinarverfahrens angebracht“. Serles forderte daher den Generaldirektor des KAV Eugen Hauke auf, die notwendigen Schritte zu setzen, dass dieses umgehend eingeleitet wird. (Schluss) lb

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