• 29.10.2003, 14:09:57
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10 Jahre Rechtsinstitut österr. Privatstiftung

Galaabend Palais Coburg - Gastredner BM für Finanzen Mag. Karl-Heinz Grasser und Dr. Josef Taus

Wien (OTS) - vöp (Wien) Verband Österreichischer Privatstiftungen,
die Interessenvertretung und Servicestelle der Österreichischen
Privatstiftungen, veranstaltete am 28.10.2003 einen Galaabend im
Palais Coburg unter Diskussionsleitung von Prof. Dr. Georg Wailand.
Gastredner war Minister Karl-Heinz Grasser und Dr. Josef Taus.

Präsident des Verbandes Österreichischer Privatstiftungen, Veit
Sorger, in seiner Begrüßung: "Die zehnte Geburtstagsfeier des
Rechtsinstituts Privatstiftung in Österreich ist eine Erfolgsstory,
was Anzahl (2.435) und Vermögen (in etwa EUR 50 Mrd.) der Stiftungen
anbelangt. Vor allem Unternehmer haben in den vergangenen Jahren
gestiftet, etwa 200.000 Arbeitnehmer sind davon direkt oder indirekt
betroffen. 10 % aller Stiftungen haben rein wohltätige und
gemeinnützige Zwecke und nehmen eine bedeutende Rolle in Kunst,
Kultur, Umweltschutz und Sozialem ein. Diese Erfolgsstory
fortzusetzen ist das vordringlichste Anliegen des Verbandes, der
Interessenvertretung der österreichischen Privatstiftungen, die auch
Dienstleistungen wie Versicherungslösungen für Vorstände arrangiert."

Hausherr Peter Pühringer wählte Österreich unter allen Ländern für
seine Privatstiftung aus und betonte, dass der Kapitalplatz
Österreich der beste sei und er hoffe, dass seinem Beispiel folgend,
viel ausländisches (deutsches) Kapital nach Österreich komme. So
wurden beispielsweise durch die Pühringer Privatstiftung im Palais
Coburg in Wien alleine 120 neue Arbeitsplätze geschaffen. Dennoch
hätte man viel zu lernen, da beispielsweise in den USA die
Produktivität des Kapitals um 50 % höher sei als in Europa.

Bundesminister Karl-Heinz Grasser: "Das Rechtsinstitut der
Privatstiftung muß Bestand haben. Wir sehen keinen Handlungsbedarf
der abgabenrechtlich besteht!" Kontinuität, Verlässlichkeit und
Vertrauen sind Basis für den weiteren Erfolg der Privatstiftungen in
Österreich, die einen wesentlichen Anteil an unserer Wirtschaft
haben. Die Sicherung des Wirtschaftsstandortes Österreich sei ein
wesentliches Anliegen dieser Bundesregierung und auch im
Konjunkturpaket 3 und der Steuerreform werden sich Anreize um Kapital
in Österreich zu halten finden. Er betonte weiter, dass der
volkswirtschaftliche Nutzen der Privatstiftungen vor allem in
Hinblick auf den Finanzplatz Österreich im Ausland bekannter gemacht
werden müsse.

Diese Anregung griff Christoph Kraus, Generalsekretär des
Verbandes Österreichischer Privatstiftungen, auf und dankte für die
Unterstützung bei diesem wesentlichen Anliegen des Verbandes.

Der Industrielle Josef Taus wies in seinem Referat darauf hin,
dass seitens der Regierung das Gemeinnützigkeits-Steuerrecht
überarbeitet werden müsse, um die Attraktivität von Privatstiftungen
zu steigern und soziale Aspekte zu fördern und forderte eine Amnestie
für im Ausland veranlagtes Kapital, um dies nach Österreich zurück zu
holen. Er regte auch an, Österreich neben der Schweiz zu einem
wichtigen Finanzplatz zu machen und seitens der Bundesregierung
starke Akzente in Richtung Stabilität, Kontinuität und Sicherheit zu
setzen.

OTS0169    2003-10-29/14:09

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