Wohn-Budget 2004: Rekord-Investitionen in Neubau und Sanierung

Soziale Sicherheit für 100.000 Familien

Wien (OTS) - "Die Rekordinvestitionen der Stadt von 860 Millionen Euro im Wohnbaubereich im Jahr 2004 sorgen nicht nur für ein größeres Wohnungsangebot und eine hohe Wohnungsqualität (5.000 geförderte Wohnungen werden neu errichtet, Wohnhäuser mit insgesamt 10.000 Wohnungen gefördert saniert) sondern haben auch positive direkte Auswirkungen für rund 100.000 Wiener Familien im kommenden Jahr.

Die Investitionen sichern 21.500 Arbeitsplätze, durch Direktförderung werden 62.000 Familien unterstützt (Wohnbeihilfe, Jungfamilienförderung, Eigenmittelersatzdarlehen usw.), 5.000 Familien werden auch im Jahr 2004 eine leistbare, neue, geförderte Wohnung beziehen können und 10.000 Familien profitieren von der Sanierung ihrer Wohnhäuser", erklärten Bürgermeister Dr. Michael Häupl und Wohnbaustadtrat Werner Faymann am Dienstag im Mediengespräch des Bürgermeisters.

Obwohl der Zweckzuschuss des Bundes für Wohnbauförderung von 2001 bis 2004 um rund 14 Millionen Euro auf 460 Millionen Euro jährlich gesunken ist, kann Wien durch effizienten Mitteleinsatz und exakte Planung im kommenden Jahr rund 585 Millionen Euro Förderungen im Wohnbau tätigen. Dabei erreicht das Budget für Subjektförderungen (Wohnbeihilfe, Eigenmittelersatzdarlehen, Jungfamilienförderung...) den absoluten Rekordwert von 96,5 Millionen Euro. Das bedeutet eine Verdoppelung gegenüber 1998.

Die Stadt reagiert damit auf die zunehmend schlechter werdende finanzielle Situation vieler Familien und ermöglicht Ihnen mit diesem Rekordbudget, dass auch für sie Wohnen weiter leistbar bleibt. Die 511 Millionen Euro für Neubau- und Sanierungsförderung sowie die zusätzlichen 325 Millionen Euro, die Wiener Wohnen für Sanierung, Erhaltung und Verbesserung aufwendet sowie die 21 Millionen Euro, die die MA 34 im Bereich öffentliche Gebäude aufwendet, bedeuten insgesamt Bau-Investitionen von 860 Millionen Euro durch die Stadt. Damit wird durch Folgeinvestitionen ein Bau-Volumen von 1.230 Millionen Euro ausgelöst. Die Stadt Wien setzt damit der aktuellen schwachen Konjunkturlage ein wirkungsvolles Investitionsprogramm entgegen. Denn gerade in Zeiten einer schwierigen Situation der Wirtschaft müssen mit Investitionsmaßnahmen der öffentlichen Hand stärkende Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt gesetzt werden. Hier ist die Baubranche als Konjunkturmotor besonders betroffen. Die Wohnbauförderung bewirkt damit einen direkten beschäftigungspolitischen Effekt von 21.500 Arbeitsplätzen.

Neubau

Der geförderte Neubau bleibt auf hohem Niveau aufrecht. Im kommenden Jahr sollen so wie heuer Neubauten mit etwa 5.000 Wohnungen gefördert werden. Die Wohnbauförderung liegt bei 304 Millionen Euro, die Gesamtbaukosten liegen bei etwa 540 Millionen Euro. Das bedeutet einen beschäftigungspolitischen Effekt von etwa 7.500 Arbeitsplätzen.

Sanierung

Im Jahr 2004 werden Wohnhäuser mit insgesamt 10.000 Wohnungen gefördert saniert. Diese Sanierungen erhöhen nicht nur die Wohnzufriedenheit und den Wohnkomfort durch neue Leitungen, Aufzugseinbauten, Bädereinbauten, Dachbodenausbauten usw., sondern sie bringen im Allgemeinen handfeste Einsparungen für die Mieter, deren Heizkosten durch bessere Wärmedämmungen deutlich sinken. Die 207 Millionen Euro Wohnbauförderung der Stadt in diesem Bereich ermöglichen ein Gesamtsanierungsvolumen von etwa 380 Millionen Euro. Das bedeutet Beschäftigung für etwa 7.850 Menschen in Wien.

Wirtschaftsfaktor Wiener Wohnen

Im Jahr 2004 hat Wiener Wohnen für Sanierungen, Wohnungsverbesserungen sowie in die laufende Erhaltung und Verbesserung seiner 220.000 Gemeindewohnungen 375 Mio. Euro (inkl. 50 Mio. Euro an Wohnbauförderung) veranschlagt. Etwa 550 vor allem kleine und mittlere Firmen profitieren jährlich von diesem Investitionsvolumen und mit ihnen ca. 5700 Beschäftigte.

MA 34-Investitionen in öffentliche Gebäude

Die MA 34 (Bau- und Gebäudemanagement) investiert darüber hinaus im kommenden Jahr 21,2 Millionen Euro für Sanierungs-, Neubau-, Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten in öffentlichen Gebäuden. Der beschäftigungspolitische Effekt liegt hier bei etwa 450 Arbeitsplätzen.

Subjektförderung auf Rekordkurs

Neben den Wirkung als Wirtschaftsmotor erfüllt die Wiener Wohn-Politik eine wichtige sozialpolitische Rolle. Eine Reihe unterschiedlicher Instrumente dient dem Ziel, Wohnen für alle leistbar zu machen. Neben den Objektförderungen für Neubauten und Sanierungen sind das insbesondere Subjektförderungen wie die Wohnbeihilfe, die Superförderung usw. Der Rekordwert von 96,5 Millionen Euro ist an Subjektförderung im Voranschlag für 2004 vorgesehen.

Gebietsbetreuungen

Neben den 13 Gebietsbetreuungen in Stadterneuerungsgebieten wurden in den letzten Jahren so genannte Gebietsbetreuungen "Neu" geschaffen, deren Aufgabengebiet sich auf die Betreuung der BewohnerInnen von städtischen Wohnhausanlagen bezieht. Einhergehend mit der Ausweitung des Aufgabenfelds der Gebietsbetreuungen auf Probleme des Zusammenwohnens in Gemeindebauten ging eine Erhöhung des Budgets einher. Die Gebietsbetreuungen fördern ein möglichst konfliktfreies Zusammenleben von Personen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Herkunft und sozialer Stellung in Gemeinde-, Genossenschafts- und Privathäusern und sie geben nützliche Tipps und Hilfestellungen für alle Themen rund ums Wohnen.

o Budget Gebietsbetreuungen

o RA 2001: 4,4 Mio. Euro o RA 2002: 4,6 Mio. Euro o VA 2003: 5,7 Mio. Euro o VA 2004: 5,7 Mio. Euro (Schluss) gmp

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