• 28.10.2003, 14:02:36
  • /
  • OTS0177 OTW0177

Wohn-Budget 2004: Rekord-Investitionen in Neubau und Sanierung

Soziale Sicherheit für 100.000 Familien

Wien (OTS) - "Die Rekordinvestitionen der Stadt von 860 Millionen
Euro im Wohnbaubereich im Jahr 2004 sorgen nicht nur für ein größeres
Wohnungsangebot und eine hohe Wohnungsqualität (5.000 geförderte
Wohnungen werden neu errichtet, Wohnhäuser mit insgesamt 10.000
Wohnungen gefördert saniert) sondern haben auch positive direkte
Auswirkungen für rund 100.000 Wiener Familien im kommenden Jahr.

Die Investitionen sichern 21.500 Arbeitsplätze, durch
Direktförderung werden 62.000 Familien unterstützt (Wohnbeihilfe,
Jungfamilienförderung, Eigenmittelersatzdarlehen usw.), 5.000
Familien werden auch im Jahr 2004 eine leistbare, neue, geförderte
Wohnung beziehen können und 10.000 Familien profitieren von der
Sanierung ihrer Wohnhäuser", erklärten Bürgermeister Dr. Michael
Häupl und Wohnbaustadtrat Werner Faymann am Dienstag im
Mediengespräch des Bürgermeisters.

Obwohl der Zweckzuschuss des Bundes für Wohnbauförderung von
2001 bis 2004 um rund 14 Millionen Euro auf 460 Millionen Euro
jährlich gesunken ist, kann Wien durch effizienten Mitteleinsatz und
exakte Planung im kommenden Jahr rund 585 Millionen Euro Förderungen
im Wohnbau tätigen. Dabei erreicht das Budget für Subjektförderungen
(Wohnbeihilfe, Eigenmittelersatzdarlehen, Jungfamilienförderung...)
den absoluten Rekordwert von 96,5 Millionen Euro. Das bedeutet eine
Verdoppelung gegenüber 1998.

Die Stadt reagiert damit auf die zunehmend schlechter werdende
finanzielle Situation vieler Familien und ermöglicht Ihnen mit diesem
Rekordbudget, dass auch für sie Wohnen weiter leistbar bleibt. Die
511 Millionen Euro für Neubau- und Sanierungsförderung sowie die
zusätzlichen 325 Millionen Euro, die Wiener Wohnen für Sanierung,
Erhaltung und Verbesserung aufwendet sowie die 21 Millionen Euro, die
die MA 34 im Bereich öffentliche Gebäude aufwendet, bedeuten
insgesamt Bau-Investitionen von 860 Millionen Euro durch die Stadt.
Damit wird durch Folgeinvestitionen ein Bau-Volumen von 1.230
Millionen Euro ausgelöst. Die Stadt Wien setzt damit der aktuellen
schwachen Konjunkturlage ein wirkungsvolles Investitionsprogramm
entgegen. Denn gerade in Zeiten einer schwierigen Situation der
Wirtschaft müssen mit Investitionsmaßnahmen der öffentlichen Hand
stärkende Impulse für die Wirtschaft und den Arbeitsmarkt gesetzt
werden. Hier ist die Baubranche als Konjunkturmotor besonders
betroffen. Die Wohnbauförderung bewirkt damit einen direkten
beschäftigungspolitischen Effekt von 21.500 Arbeitsplätzen.

Neubau

Der geförderte Neubau bleibt auf hohem Niveau aufrecht. Im
kommenden Jahr sollen so wie heuer Neubauten mit etwa 5.000 Wohnungen
gefördert werden. Die Wohnbauförderung liegt bei 304 Millionen Euro,
die Gesamtbaukosten liegen bei etwa 540 Millionen Euro. Das bedeutet
einen beschäftigungspolitischen Effekt von etwa 7.500 Arbeitsplätzen.

Sanierung

Im Jahr 2004 werden Wohnhäuser mit insgesamt 10.000 Wohnungen
gefördert saniert. Diese Sanierungen erhöhen nicht nur die
Wohnzufriedenheit und den Wohnkomfort durch neue Leitungen,
Aufzugseinbauten, Bädereinbauten, Dachbodenausbauten usw., sondern
sie bringen im Allgemeinen handfeste Einsparungen für die Mieter,
deren Heizkosten durch bessere Wärmedämmungen deutlich sinken. Die
207 Millionen Euro Wohnbauförderung der Stadt in diesem Bereich
ermöglichen ein Gesamtsanierungsvolumen von etwa 380 Millionen Euro.
Das bedeutet Beschäftigung für etwa 7.850 Menschen in Wien.

Wirtschaftsfaktor Wiener Wohnen

Im Jahr 2004 hat Wiener Wohnen für Sanierungen,
Wohnungsverbesserungen sowie in die laufende Erhaltung und
Verbesserung seiner 220.000 Gemeindewohnungen 375 Mio. Euro (inkl. 50
Mio. Euro an Wohnbauförderung) veranschlagt. Etwa 550 vor allem
kleine und mittlere Firmen profitieren jährlich von diesem
Investitionsvolumen und mit ihnen ca. 5700 Beschäftigte.

MA 34-Investitionen in öffentliche Gebäude

Die MA 34 (Bau- und Gebäudemanagement) investiert darüber hinaus
im kommenden Jahr 21,2 Millionen Euro für Sanierungs-, Neubau-,
Erhaltungs- und Verbesserungsarbeiten in öffentlichen Gebäuden. Der
beschäftigungspolitische Effekt liegt hier bei etwa 450
Arbeitsplätzen.

Subjektförderung auf Rekordkurs

Neben den Wirkung als Wirtschaftsmotor erfüllt die Wiener
Wohn-Politik eine wichtige sozialpolitische Rolle. Eine Reihe
unterschiedlicher Instrumente dient dem Ziel, Wohnen für alle
leistbar zu machen. Neben den Objektförderungen für Neubauten und
Sanierungen sind das insbesondere Subjektförderungen wie die
Wohnbeihilfe, die Superförderung usw. Der Rekordwert von 96,5
Millionen Euro ist an Subjektförderung im Voranschlag für 2004
vorgesehen.

Gebietsbetreuungen

Neben den 13 Gebietsbetreuungen in Stadterneuerungsgebieten
wurden in den letzten Jahren so genannte Gebietsbetreuungen "Neu"
geschaffen, deren Aufgabengebiet sich auf die Betreuung der
BewohnerInnen von städtischen Wohnhausanlagen bezieht. Einhergehend
mit der Ausweitung des Aufgabenfelds der Gebietsbetreuungen auf
Probleme des Zusammenwohnens in Gemeindebauten ging eine Erhöhung des
Budgets einher. Die Gebietsbetreuungen fördern ein möglichst
konfliktfreies Zusammenleben von Personen unterschiedlichen Alters,
unterschiedlicher Herkunft und sozialer Stellung in Gemeinde-,
Genossenschafts- und Privathäusern und sie geben nützliche Tipps und
Hilfestellungen für alle Themen rund ums Wohnen.

o Budget Gebietsbetreuungen

o RA 2001:    4,4 Mio. Euro
o RA 2002:    4,6 Mio. Euro
o VA 2003:    5,7 Mio. Euro
o VA 2004:   5,7 Mio. Euro
(Schluss) gmp
OTS0177    2003-10-28/14:02

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel