- 28.10.2003, 11:47:54
- /
- OTS0106 OTW0106
"Weltjournal" im ORF: US-Präsidentenwahl: Die Herausforderer
Wien (OTS) - Im "Weltjournal" am Mittwoch, dem 29. Oktober 2003,
um 22.30 Uhr in ORF 2 präsentiert Annette Scheiner folgende Themen:
Großbritannien: Der Polizeiskandal
Vor einer Woche hat eine BBC-Dokumentation über rassistische
Vorurteile im britischen Polizeiapparat ganz Großbritannien in
Aufregung versetzt. Der Journalist Mark Daly hatte monatelang als
Polizist getarnt recherchiert und schockierende Einzelheiten zu Tage
gefördert. Sowohl das Innenministerium wie auch die Polizei selbst
hatten mit verdeckten Drohungen eine Ausstrahlung der Reportage zu
verhindern versucht - die BBC ließ sich nicht beeindrucken und heimst
nun Anerkennung dafür ein, dass sie unerträgliche Zustände aufgedeckt
hat und zu ihrer Bekämpfung beiträgt. Das "Weltjournal" zeigt die
wichtigsten Ausschnitte aus der umstrittenen Dokumentation.
USA: Die Herausforderer
In einem Jahr wählen die US-Bürger einen neuen Präsidenten. Noch vor
kurzem hätte kaum jemand an der Wiederwahl George Bushs gezweifelt -
doch die chaotische Lage im Nachkriegs-Irak, die Unsummen, die dieser
Feldzug verschlingt, haben den Präsidenten in erhebliche Turbulenzen
gestürzt. Darum richten sich alle Augen jetzt auf den möglichen
Herausforderer. Noch ist nicht klar, wer das sein wird, aber das
Spektrum der Kandidaten ist spannend: Da ist zum Beispiel der
unkonventionelle Howard Dean, Idol der jungen Generation, oder der
ehemalige NATO-Oberbefehlshaber für Europa, Wesley Clark. Raimund Löw
und Hanno Settele stellen die möglichen Gegenspieler Bushs vor.
USA: Die Heimat Bushs
"Welcome to Midland, Texas, home of George W. Bush" - mit diesen
Worten begrüßt eine patriotische Anhängerin des heutigen
US-Präsidenten die Reporter aus Europa in der ehemaligen Heimatstadt
der Bush-Familie. Ein isoliertes und abgelegenes Städtchen, das
besonders prägnant Lebensweise und Weltanschauung im tiefen Texas zur
Schau stellt: Kirche, Öl und Familie - das sind die Werte, die
nötigenfalls auch in Cowboy-Manier verteidigt werden müssen. In
Gesprächen mit Jugendfreunden, ehemaligen Mitarbeitern und Kritikern
zeichnet die Reportage ein buntes Bild von jener Stadt, von der Bush
selbst sagt: "Wenn Sie mich kennen und verstehen lernen wollen, dann
kommen Sie nach Midland ..."
Russland: Putins Kampf gegen die Oligarchen
Keiner von Russlands Superreichen dürfte ganz legal zu seinem vielen
Geld gekommen sein. Während der Privatisierungswelle nach dem Ende
der Sowjetunion Anfang der neunziger Jahre herrschte in Russland
Goldgräber- und Raubritterstimmung. Wer schnell zugriff, der konnte
sehr reich werden. So wie eben auch Michail Chodorkowski. Inzwischen
besteht zwischen den so genannten Oligarchen und Präsident Putin ein
gewisser Konsens darüber, dass man sich hüten sollte, den damals
solcherart aufgeteilten Kuchen noch einmal neu zu verteilen. Der
Präsident allerdings hat in diesem Zusammenhang eine eigene Bedingung
gestellt: Nur, wer ihm politisch nicht in die Quere kommt, darf sich
seines Reichtums in Russland erfreuen. Weil er diese Bedingung nicht
zu akzeptieren bereit war, sitzt der Ölmilliardär Michail
Chodorkowski jetzt in einem russischen Gefängnis. Alle anderen großen
russischen Geschäftsleute machen sich ernsthafte Sorgen darüber, wie
es jetzt weitergehen soll, berichtet Susanne Scholl.
OTS0106 2003-10-28/11:47
OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRF






