"Weltjournal" im ORF: US-Präsidentenwahl: Die Herausforderer

Wien (OTS) - Im "Weltjournal" am Mittwoch, dem 29. Oktober 2003,
um 22.30 Uhr in ORF 2 präsentiert Annette Scheiner folgende Themen:

Großbritannien: Der Polizeiskandal

Vor einer Woche hat eine BBC-Dokumentation über rassistische Vorurteile im britischen Polizeiapparat ganz Großbritannien in Aufregung versetzt. Der Journalist Mark Daly hatte monatelang als Polizist getarnt recherchiert und schockierende Einzelheiten zu Tage gefördert. Sowohl das Innenministerium wie auch die Polizei selbst hatten mit verdeckten Drohungen eine Ausstrahlung der Reportage zu verhindern versucht - die BBC ließ sich nicht beeindrucken und heimst nun Anerkennung dafür ein, dass sie unerträgliche Zustände aufgedeckt hat und zu ihrer Bekämpfung beiträgt. Das "Weltjournal" zeigt die wichtigsten Ausschnitte aus der umstrittenen Dokumentation.

USA: Die Herausforderer

In einem Jahr wählen die US-Bürger einen neuen Präsidenten. Noch vor kurzem hätte kaum jemand an der Wiederwahl George Bushs gezweifelt -doch die chaotische Lage im Nachkriegs-Irak, die Unsummen, die dieser Feldzug verschlingt, haben den Präsidenten in erhebliche Turbulenzen gestürzt. Darum richten sich alle Augen jetzt auf den möglichen Herausforderer. Noch ist nicht klar, wer das sein wird, aber das Spektrum der Kandidaten ist spannend: Da ist zum Beispiel der unkonventionelle Howard Dean, Idol der jungen Generation, oder der ehemalige NATO-Oberbefehlshaber für Europa, Wesley Clark. Raimund Löw und Hanno Settele stellen die möglichen Gegenspieler Bushs vor.

USA: Die Heimat Bushs

"Welcome to Midland, Texas, home of George W. Bush" - mit diesen Worten begrüßt eine patriotische Anhängerin des heutigen US-Präsidenten die Reporter aus Europa in der ehemaligen Heimatstadt der Bush-Familie. Ein isoliertes und abgelegenes Städtchen, das besonders prägnant Lebensweise und Weltanschauung im tiefen Texas zur Schau stellt: Kirche, Öl und Familie - das sind die Werte, die nötigenfalls auch in Cowboy-Manier verteidigt werden müssen. In Gesprächen mit Jugendfreunden, ehemaligen Mitarbeitern und Kritikern zeichnet die Reportage ein buntes Bild von jener Stadt, von der Bush selbst sagt: "Wenn Sie mich kennen und verstehen lernen wollen, dann kommen Sie nach Midland ..."

Russland: Putins Kampf gegen die Oligarchen

Keiner von Russlands Superreichen dürfte ganz legal zu seinem vielen Geld gekommen sein. Während der Privatisierungswelle nach dem Ende der Sowjetunion Anfang der neunziger Jahre herrschte in Russland Goldgräber- und Raubritterstimmung. Wer schnell zugriff, der konnte sehr reich werden. So wie eben auch Michail Chodorkowski. Inzwischen besteht zwischen den so genannten Oligarchen und Präsident Putin ein gewisser Konsens darüber, dass man sich hüten sollte, den damals solcherart aufgeteilten Kuchen noch einmal neu zu verteilen. Der Präsident allerdings hat in diesem Zusammenhang eine eigene Bedingung gestellt: Nur, wer ihm politisch nicht in die Quere kommt, darf sich seines Reichtums in Russland erfreuen. Weil er diese Bedingung nicht zu akzeptieren bereit war, sitzt der Ölmilliardär Michail Chodorkowski jetzt in einem russischen Gefängnis. Alle anderen großen russischen Geschäftsleute machen sich ernsthafte Sorgen darüber, wie es jetzt weitergehen soll, berichtet Susanne Scholl.

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