Darabos: ORF gleitet völlig in Richtung Regierungsfunk ab

Unvertretbare Dichte an Regierungsauftritten in den Mück-ZiBs

Wien (SK) "Der ORF gleitet unter der brachialen Federführung Werner Mücks vollkommen in Richtung Regierungsfunk ab", bemängelte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos anlässlich der gestrigen ZiB-Berichterstattung, "Die Dichte an Regierungsauftritten in den gestrigen ZiB-Sendungen stellt hier einen neuen traurigen Höhepunkt des Mück'schen Verlautbarungsjournalismus dar". ****

In der gestrigen ZiB 1 kamen Bundeskanzler Schüssel, Sozialminister Haupt, Gesundheitsministerin Rauch-Kallat, Finanzminister Grasser und Justizminister Böhmdorfer mit O-Tönen vor, Staatssekretär Finz, Innenminister Strasser und selbst FPÖ-Generalsekretärin Bleckmann durften sich über Nennungen in Beiträgen erfreuen. In diesem gesamten inhaltlichen Spektrum von Gesundheitsreform über Steuerreform und Sicherheit bis zum neuen Wohnrecht brachte der Mück-ORF die bemerkenswerte journalistische Leistung zustande, bei keinem dieser Themen über die Positionen der Opposition zu berichten. "Hier degeneriert die Berichterstattung zur devoten Regierungsinszenierung - kein Wunder, dass unter Leitung des Chefredakteur Mück die Quoten der ORF-Information ins Bodenlose fallen. Solch uninspirierte regierungsamtliche Berichterstattung verliert natürlich an journalistischer Strahlkraft", kritisierte der SPÖ-Bundesgeschäftsführer scharf. Die Sozialdemokratie achtet und respektiert unabhängigen Journalismus, wie er von nahezu allen ORF-Journalisten auch gerne und professionell geleistet wird. "Leider ist aber der politische Druck auf die ORF-Redakteure offenbar so unerträglich, dass es zu einer derart einseitigen Berichterstattung kommt - sie wird scheinbar mit massiven Pressionen erzwungen", schloss Darabos. (Schluss) hs/mm

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