"Konsument"-Test: Lichttherapie-Geräte

Lichtkur für zu Hause hilft gegen Winterdepression. Alle Geräte für therapeutische Zwecke geeignet. Ärztliche Abklärung trotz Selbsttherapie erforderlich.

Wien (OTS) - Wenn es draußen trüb und finster wird, verdüstert sich auch das Gemüt vieler Menschen. Nicht immer handelt es sich dabei nur um leichte Stimmungsschwankungen, denn 10 bis 20 Prozent aller Europäer leiden an "Saisonal Abhängiger Depression" (SAD), die behandlungsbedürftig ist. Wirksam und preiswert ist die Behandlung mit Lichttherapie-Geräten in den eigenen vier Wänden. Deshalb prüfte "Konsument" gemeinsam mit der deutschen "Stiftung Warentest" acht Geräte in der Preisklasse von 229,99 bis 880 Euro. Außer Konkurrenz lief noch ein Aktionsangebot von Tchibo (TCM) aus dem letzten Winter mit. Ergebnis: alle acht getesteten Modelle sind zur Behandlung der Winterdepression geeignet. Sie verfügen über die erforderliche Lichtstärke, die in Lux gemessen wird: 2500 bis 6600 Lux. Das außer Konkurrenz mitgetestete Tchibo-Gerät hingegen schafft nur 2000 Lux. Das Modell "Philips Bright Light Energy HF3305" ist mit 229,99 Euro nicht nur am günstigsten, es erreichte auch in der Handhabung die beste Testnote.

Bezüglich Handhabung schnitten auch die Testprodukte "Davita Lichtdusche LD110" um 477 Euro und "Olbrich Sunlight SLT 01" um 400 Euro "sehr gut" ab. Da das Modell "Sunflex SFT 72" um 440 Euro nicht sehr standsicher ist und sogar Verletzungsgefahr besteht, wurde es mit "durchschnittlich" bewertet. Ansonsten ist die Handhabung der Geräte weitgehend problemlos. Die Lebensdauer der Lampen liegt zwischen 2000 und 10.000 Betriebsstunden. Das bedeutet, dass die Geräte zirka zehn Jahre ihre Funktion erfüllen.

Eine wichtiges Kriterium bei Lichttherapie-Geräten ist auch die gleichmäßige Verteilung der Helligkeit über die gesamte Leuchtfläche. Denn bei ungleichmäßiger Leuchtdichte sind Blendungen nicht auszuschließen. Von den acht Test-Geräten haben lichttechnisch drei "gut" abgeschnitten: "Davita", Philips" und "Cosmedico Gesundheitsleuchte SAD-4". Beim Tschibo-Gerät beanstanden die Tester das starke Flimmern, das Empfindliche stören könnte.

Obwohl bei Winterdepression das Behandeln mit Licht anerkannt ist, empfiehlt "Konsument" vor der Selbstbehandlung einen Arzt zu konsultieren. Denn es könnten auch andere Erkrankungen dahinter stecken, etwa Schilddrüsenunterfunktion, Unterzuckerung, Viruserkrankungen oder das Chronische-Müdigkeits-Syndrom. Wichtig ist auch, dass vor und nach der Therapie die Augen untersucht werden. Von der Einnahme hochdosierter Johanniskraut-Präparate während der Lichttherapie rät "Konsument" ab, da sie die Lichtempfindlichkeit erhöhen.

Weitere Details zu den Testergebnissen und den Wirkungen der Lichttherapie bietet die November-Ausgabe des Verbrauchermagazins "Konsument". Verständliche Informationen rund um die Depressionskrankheit gibt es im "Konsument"-extra-Ratgeber:
"Depressionen - Wege aus dem Tief". Das 264 Seiten starke Buch kann um 14,17 Euro unter der Wiener Telefonnummer: 588774 oder online unter www.konsument.at bestellt werden.

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