- 27.10.2003, 16:57:21
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net-value’s Lebenslagenmodell für e-Government setzt sich auch in Deutschland durch
Mit www.service-bw.de schaltet Baden-Württemberg ein gemeinsames Verwaltungsportal von Land und Kommunen frei
Wien (OTS) - Nach dem vielfach ausgezeichneten österreichischen
Amtshelfer http://www.help.gv.at, den das österreichische
Internet-Unternehmen von Beginn an entwickelt hat und inhaltlich
betreut, hat net-value (http://www.net-value.com) jetzt erstmals in
Deutschland die Content-Entwicklung und -Strukturierung einer
Bürgerservice-Plattform durchgeführt.
Das Innenministerium Baden-Württemberg hat am Mittwoch, den. 22.
Oktober 2003 das Verwaltungsportal http://www.service-bw.de
freigeschaltet. Unter dieser Adresse können sich Bürger, Unternehmen,
Verbände und Verwaltungsmitarbeiter über Behörden und öffentliche
Stellen in Baden-Württemberg sowie über Verwaltungsdienstleistungen
und -abläufe informieren sowie einzelne Verwaltungsvorgänge
elektronisch abwickeln.
Darüber hinaus bietet http://www.service-bw.de eine
Content-Plattform für Kommunen. Das Land Baden-Württemberg stellt
seinen Kommunen und Gemeinden die Inhalte von
http://www.service-bw.de zur Verfügung, diese können auf die eigenen
Websites automatisiert eingespielt werden.
net-value liefert die Inhalte für das Portal, T-Systems
(http://www.t-systems.de) ist als Generalunternehmer für die
Lieferung des Gesamtsystems zuständig. Im Konzern der Deutschen
Telekom betreut T-Systems das Segment der größten Geschäftskunden und
ist führender Dienstleister für Informations- und
Kommunikationstechnologie in Europa.
net-value und T-Systems kooperieren bei der Entwicklung und
Betreuung von e-Government-Projekten in Deutschland. Entscheidender
Beitrag von net-value in dieser Zusammenarbeit ist die langjährige
Erfahrung im e-Government-Bereich und das von dem Wiener Unternehmen
entwickelte und inzwischen europaweit führende Modell der
Bürgerinformation nach Lebenslagen (http://www.lebenslagen.org)
net-value, mit Hauptsitz in Wien, verfügt mittlerweile über eine
eigene Niederlassung in Stuttgart. Das Unternehmen ist spezialisiert
auf e-Content, e-Government sowie e-Marketing und entwickelt
Internet-Lösungen wie Menschen denken. 2002 erwirtschaftete die
net-value Gruppe im Webbereich einen Umsatz von 4,2 Millionen Euro.
Im einzelnen bietet das Verwaltungsportal Baden-Württemberg
- einen Behördenwegweiser. Schon jetzt sind darin rund 8.500
öffentliche Stellen, darunter alle Schulen, Polizeidienststellen,
Gerichte, Grundbuchämter und sämtliche Kommunen zumindest mit
Anschrift, Telefon- und Telefaxnummer, e-Mail- und Internetadresse,
zum Teil auch mit Beschreibungen ihrer Aufgaben, einer
Anfahrtsskizze, Parkmöglichkeiten, Sprechzeiten, Ansprechpartnern
oder mit der behördeninternen Organisation vertreten. Später einmal
sollen im Behördenwegweiser außer allen Landes- und Kommunalbehörden
auch alle Bundesbehörden sowie sonstige Körperschaften, Anstalten und
Stiftungen des öffentlichen Rechts mit Sitz in oder Zuständigkeit für
Baden-Württemberg enthalten sein.
- Beschreibungen wichtiger Verwaltungsdienstleistungen. Bürger und
Unternehmen erfahren hier, welche Voraussetzungen für eine
Dienstleistung - zum Beispiel eine Melderegisterauskunft oder die
Erteilung eines Jagdscheins - bestehen, welche Behörde dafür
zuständig ist, wie das Verfahren bei der Behörde abläuft, welche
Unterlagen die Behörde für ihre Entscheidung benötigt, ob eine Frist
einzuhalten ist, ob die Dienstleistung gebührenpflichtig ist und
welche Rechtsgrundlage sie hat. Die maßgebliche Vorschrift kann im
Vorschriftendienst Baden-Württemberg angesehen werden.
- Formulare und Online-Dienste. Sie ermöglichen dem Bürger die
vollständige oder teilweise elektronische Abwicklung von
Verwaltungsvorgängen mit der zuständigen Behörde. Hier machen Land
und Kommunen mit http://www.service-bw.de einen ersten Anfang. An
Online-Diensten stehen beispielsweise die elektronische
Steuererklärung ELSTER, das Bestellsystem der Vermessungsverwaltung,
Verfahren der Landesversicherungsanstalten, des Statistischen
Landesamts und der Regierungspräsidien sowie für einige Kommunen von
der Datenzentrale Baden-Württemberg mit finanzieller Unterstützung
des Landes entwickelte elektronische Bürgerdienste wie zum Beispiel
die Melderegisterauskunft, die Meldebestätigung, die Beantragung des
Wahlscheins, die Reservierung eines Wunschkennzeichens und
Gewerberegisterauskunft zur Verfügung. Das Innenministerium wird in
den nächsten Monaten in Zusammenarbeit mit den Kommunen verstärkt
elektronische Formulare und Online-Dienste in das Portal einbinden.
Ziel ist es, den Nutzern für möglichst viele im Portal beschriebene
Verwaltungsdienstleistungen zumindest ein Formular zur Verfügung zu
stellen, das er am Bildschirm ausfüllen und online oder per Post
versenden kann. Allerdings entscheidet jede Kommune selbst darüber,
ob sie dem Bürger einen solchen Service anbieten will.
"Mit der Freischaltung von http://www.service-bw.de gehen wir
einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu mehr Kundenfreundlichkeit der
Verwaltung", sagte Innenminister Dr. Thomas Schäuble.
Baden-Württemberg sei bundesweit das erste Land, das ein
einheitliches Verwaltungsportal gemeinsam mit den Kommunen aufbaue.
Dies sei durch eine hervorragende Zusammenarbeit mit der kommunalen
Seite bei der Konzeption und beim technischen und inhaltlichen Aufbau
des Portals möglich geworden.
Diesem Urteil schlossen sich auch die kommunalen Landesverbände
an. "Das E-Government wird den Service der Kommunen mittelfristig
deutlich erweitern", sagte Bernd Doll, Präsident des Städtetags
Baden-Württemberg. "Für kleinere Kommunen sei es kaum möglich, diese
Aufgabe aus eigener Kraft zu schultern. Nur gemeinsam sei es zu
schaffen, dass E-Government auch in die Fläche gebracht werde",
ergänzte der Präsident des baden-württembergischen Gemeindetags,
Otwin Brucker. "Die Vielschichtigkeit der Aufgaben in kommunalen und
staatlichen Angelegenheiten wird durch das Verwaltungsportal auch aus
Sicht der Landkreise transparent", sagte der Präsident des
Landkreistags Baden-Württemberg, Dr. Edgar Wais.
Schäuble betonte, es sei noch viel zu tun. Zunächst einmal müsse
sich das Portal jetzt in der Praxis bewähren. Zwar hätten in mehreren
Gemeinden insgesamt 80 Bürger aus unterschiedlichen Alters- und
Berufsgruppen und mit unterschiedlicher Interneterfahrung das Portal
vor Inbetriebnahme getestet und zahlreiche - zum Teil noch
umzusetzende - Verbesserungsvorschläge gemacht, doch rechne er mit
weiteren guten Ideen der künftigen Nutzer.
Kräftig ausgebaut werden müssten auch noch die Inhalte und
insbesondere die Möglichkeit, Verwaltungsdienstleistungen online
abzuwickeln. Schäuble bat um Verständnis dafür, dass dies angesichts
des umfangreichen Dienstleistungsangebots der Verwaltung seine Zeit
brauche und Richtigkeit vor Schnelligkeit gehe. Er sei sich jedoch
sicher, dass der Nutzen des Portals für Bürger, Unternehmen und
Verbänden ständig steige. Besonders hilfreich sei die behörden-,
ressort- und verwaltungsebenenübergreifende Darstellung, die
http://www.service-bw.de von den Internetauftritten einzelner
Behörden unterscheide. Das Portal erleichtere den Zugang zu den
Behörden erheblich und: "bringt mehr Kundenfreundlichkeit der
Verwaltung in Baden-Württemberg und ist eine wichtige Ergänzung der
derzeit laufenden Verwaltungsreform."
OTS0202 2003-10-27/16:57
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