- 27.10.2003, 10:30:18
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Schüssel: Wollen gemeinsam rot-weiß-roten Gesundheitsplan erarbeiten
Bundeskanzler Schüssel eröffnete heute Reformdialog "Gesundheit"
Wien (OTS) -Bundeskanzler Wolfgang Schüssel eröffnete heute
Vormittag den Reformdialog "Gesundheit" in der Hofburg. An dieser
Veranstaltung nehmen neben Regierungsmitgliedern und Vertretern der
Bundesländer Spitzenrepräsentanten der Sozialpartner,
Parlamentsparteien, Sozialversicherungsanstalten, Vertreter von
Hilfs- Senioren- und Jugendorganisationen sowie Experten im
Gesundheitsbereich teil. Ziel dieses Reformdialoges sei, so der
Bundeskanzler, den "kick off" für die notwendigen Strukturreformen im
Gesundheitsbereich zu geben und die Maßnahmen zu diskutieren. "Wir
wollen gemeinsam einen rot-weiß-roten Gesundheitsplan erarbeiten, in
dem Ziele definiert werden und Qualitätskontrollen festgelegt sind.
Dabei sind folgende Fragen wichtig: Was für ein Gesundheitssystem
wollen wir? Welche Ziele und Standards wollen wir erreichen? Was für
ein Niveau der Gesundheitsvorsorge wollen wir, und wie können wir
dieses Niveau kontrollieren? In zweiter Linie gilt es, Fragen der
Finanzierung und Organisation zu beraten. Dabei muss klar sein, dass
jeder Euro optimal eingesetzt wird", so der Bundeskanzler. Nach
dieser ersten Runde werden vertiefende Gespräche zu einzelnen
Themenbereichen stattfinden, deren Ergebnisse im kommenden Frühjahr
in einen zweiten Reformdialog zum Thema Gesundheit münden sollen.
Bundeskanzler Schüssel hob in seinem Einleitungsstatement die hohe
Qualität des österreichischen Gesundheitssystems hervor. "Österreich
hat international eines der beste Gesundheitssysteme. Wir haben aber
zugleich eine Reihe von Probleme, die es zu lösen gilt", so der
Bundeskanzler und nannte als die Stärken des österreichischen
Gesundheitssystems die Transplantationsmedizin, die Notarztversorgung
sowie Bereiche der Onkologie und der Pädiatrie. Ebenso sei die
Zufriedenheit der Versicherten mit den Leistungen der Krankenkassen
im europäischen Vergleich sehr hoch, so Schüssel. Man müsse sich
jedoch bewusst sein, dass es auch Schwächen im Gesundheitssystem
gebe. Als Beispiele dafür nannte der Bundeskanzler die geringe Anzahl
von Pflegebetten und die regionale Unterversorgung bei Fachärzten.
"Die alternde Gesellschaft stellt uns in den Bereichen der sozialen
und demographischen Verteilung vor neue Herausforderungen. Darauf
gibt es keine einfachen Antworten. Die Gesundheitsvorsorge ist dabei
ein wichtiges Thema", betonte Schüssel.
OTS0042 2003-10-27/10:30
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