• 20.10.2003, 12:19:12
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Ferrero-Waldner bei WKÖ-Präsident Christoph Leitl

Auslandsreisen mit direktem Bezug zur österreichischen Wirtschaft

Wien (OTS) - "Die Abstimmung zwischen der Bundesregierung und der
Wirtschaftskammer Österreich bei Wirtschaftsmissionen ist ein
wichtiges Potenzial für die österreichische Wirtschaft und ich freue
mich, dass unsere Zusammenarbeit so gut funktioniert", mit diesen
Worten eröffnete Außenministerin Benita Ferrero-Waldner ihr Statement
bei der heutigen gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Präsidenten der
Wirtschaftskammer Österreichs, Christoph Leitl.

"Angesichts eines globalen Marktes mit wachsender Konkurrenz und
immer stärker werdenden Mitspielern ist es von entscheidender
Bedeutung, dass Österreich als wirtschaftlich starkes Land seine
Kräfte bündelt. Ich habe es mir daher zur Aufgabe gemacht, der
österreichischen Exportwirtschaft optimale Rahmenbedingungen zu
schaffen. Ich biete den Firmenvertretern immer wieder an, mich zu
begleiten und meine Kontakte zu den Entscheidungsträgern zu nützen.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies eine erfolgreiche Methode ist",
so Ferrero-Waldner.

Auch bei ihrem offiziellen Besuch in der Volksrepublik China vom
2. bis 7. November 2003 wird die Außenministerin von einer
Wirtschaftsdelegation begleitet werden. Geplant sind nicht nur
Gespräche mit der neuen chinesischen Führung, sondern u.a. auch die
Eröffnung des technischen Zentrums der Grazer Firma AVL-List in
Shanghai, die Inauguration eines Lehrstuhls für Verbrennungsmotoren
an der renommierten Tongji Universität sowie Gespräche mit dem Chief
Executive für Wirtschaftsfragen in Hong-Kong.

"China ist einer der großen Märkte der Zukunft und es ist extrem
wichtig, dass Österreich der Bedeutung dieses Landes immer wieder
durch hochrangige Besuche Rechnung trägt. In der Praxis erfreut sich
Österreich einer privilegierten Behandlung durch China, die es weiter
zu fördern gilt", betonte Ferrero-Waldner. Besonders die Entwicklung
der österreichischen Exporte nach China steche heraus: diese haben
2002 um 38% auf über 1,16 Mrd. Euro zugenommen. "Es steht außer
Frage, dass in China strukturbedingt gute politische Kontakte der
österreichischen Wirtschaft zusätzlich exzellente Chancen bieten
können. Das zu erreichen ist selbstverständlich eines der Ziele
meiner Reise in die Volksrepublik China", so die Außenministerin.
"Das neue EU-Strategiepapier zu China ruft die EU-Mitgliedsstaaten
u.a. dazu auf, den Dialog mit China in bilateralen Handels- und
Investitionsfragen zu verstärken, v.a. auch im Bereich
Umwelttechnologie. Ich habe daher besonderen Wert darauf gelegt, dass
die mich begleitende Wirtschaftsdelegation einen der Schwerpunkte auf
Umwelttechnologie setzt."

Ein weiteres Thema des heutigen Gesprächs mit WKÖ-Präsident Leitl
war die Bedeutung der Änderungen bei der österreichischen
Entwicklungszusammenarbeit (EZA) für die Wirtschaft. "Ich bin stolz
darauf sagen zu können, dass die EZA in ihrer 30jährigen Geschichte
noch nie so viele zukunftsweisende Veränderungen erlebt hat, wie in
den letzten drei Jahren: 2002 wurde eine neue gesetzliche Grundlage
für die EZA geschaffen; im Jahr 2004 wird es die bisher höchste
Steigerung an Finanzmitteln für bilaterale EZA-Projekte geben; mit
der Ausgliederung der operationellen Durchführung an die "Austrian
Development Agency" (ADA) ist die EZA schließlich ab Jänner 2004 auch
strukturell bestens für neue Herausforderungen gerüstet", so
Ferrero-Waldner. " Die neue Agentur, kurz genannt ADA, wird für die
effizientere und flexiblere Abwicklung von Projekten und weiter
verbesserte Zusammenarbeit mit Nichtregierungsorganisationen sorgen.
Vor allem aber wird es einen neuen Schwerpunkt Wirtschaft &
Entwicklung geben."

OTS0121    2003-10-20/12:19

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