- 20.10.2003, 12:10:35
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SCHLECHTES LICHT? FAHR AUF SICHT!
Feuchtes Laub und schlechte Sicht sind die herbstlichen Gefahren für Autofahrer. KfV:Licht am Tag und Mut zu angepasster Geschwindigkeit!
Wien (OTS) - Die Wälder sind bunt und der Herbst präsentiert sich
in all seiner Pracht. Gleichzeitig verlieren die Bäume ihre Blätter
und die frostigen Temperaturen lassen einen eiskalten Winter erahnen.
Morgenfrost, Regen und Nebel verschlechtern nicht nur die Sicht,
sondern auch die Haftung der Fahrbahnen. Laub tut ein Übriges und es
wird rutschig. Während wir vor nicht allzu langer Zeit noch über die
schweißtreibendsten Temperaturen seit Jahren geklagt haben, heißt es
jetzt wieder: Eiskratzer hervorholen!
Mit Licht am Tag 30 Verkehrstote pro Jahr weniger
Dr. Othmar Thann, Direktor des Kuratorium für Verkehrssicherheit,
warnt vor den herbstlichen Gefahren auf der Straße und appelliert an
Kfz-Lenker: "Fahren Sie den Wetterverhältnissen angepasst, halten Sie
genügend Sicherheitsabstand zum Vorderfahrer und fahren Sie mit Licht
am Tag!" Zahlreiche internationale Studien beweisen zudem, dass mit
Licht am Tag Unfälle verhindert werden können. Mit dieser Maßnahme
könnten bis zu dreißig getötete Verkehrsteilnehmer weniger pro Jahr
erzielt werden. Während in anderen Ländern wie Schweden, Ungarn,
Polen oder Slowenien Licht am Tag längst Gesetz ist, steht in
Österreich eine Regelung noch aus.
Feuchtes Laub
Feuchtes Laub, das stellenweise die Fahrbahn bedeckt macht
Autofahrern in dieser Jahreszeit zu schaffen. Der Untergrund der
Straße wird dadurch genauso rutschig wie eine schneebedeckte Fahrbahn
und der Bremsweg verlängert sich massiv. Um das Unfallrisiko zu
verringern hilft: Runter vom Gas!
Nebelschlussleuchte nur bei akuter Sichtbehinderung verwenden!
Auch wenn die nebelverhangene Herbstlandschaft ihren Reiz hat, für
Autofahrer stellt das trübe Wetter eine Gefahr dar und plötzlich
auftretende Nebelbänke in den Morgen- und Abendstunden verringern die
Sicht. Vor allem in ländlichen Gebieten ist Vorsicht geboten! Fahren
auf Sicht, d.h. innerhalb der eingesehen Strecke muss der Fahrer
jederzeit anhalten können, ist lebensnotwendig. Das KfV warnt
allerdings vor allzu eifrigem Einsatz der Nebelschlussleuchte. Diese
sollte sparsam und nur bei akuter Sichtbehinderung durch Nebel,
Regen, Schnee oder bei Dunkelheit auf kurvenreichen Straßen
eingesetzt werden. Als Richtwert gilt: Wird man selbst vom
Nebelscheinwerfer geblendet, sollte man auch den eigenen ausschalten!
10 Todesopfer im Straßenverkehr während der vergangenen Woche, davon
3 am Wochenende
Bei den tödlichen Verkehrsunfällen in der vergangenen Woche verloren
5 Pkw-Insassen (davon 3 Lenker), 1 Traktor-Lenker, 1 Lenker eines
4-rädrigen Leichtkraftfahrzeuges (Microcar), 1 Radfahrer und 2
Fußgänger ihr Leben. Als vermutliche Hauptunfallsursachen dieser
tödlichen Verkehrsunfälle mussten nichtangepasste Fahrgeschwindigkeit
(1), Vorrangverletzung (3), Unachtsamkeit (2) und Übermüdung (1)
festgestellt werden. Bei einem Unfall konnte die Ursache bisher nicht
ermittelt werden. 2 Fußgänger kamen durch Fremdverschulden ums Leben.
1 der 8 Unfälle war ein Alleinunfall. 1 tödlich verletzter
Fahrzeuginsasse war nicht angegurtet. Vom 1. Jänner bis zum 19.
Oktober dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen
Straßennetz vorläufig 742 Verkehrstote (30-Tages-Fristabgrenzung
berücksichtigt bis Ende August), im Vergleichszeitraum des Vorjahres
verunglückten nach endgültigen Zahlen 762 Menschen tödlich.
OTS0116 2003-10-20/12:10
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