• 20.10.2003, 11:43:20
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Grüne:1.500 PolizistInnen für Wien und kreative Modelle der Sicherheitspolitik

Vassilakou: "Eine internationale Polizei für eine internationale Stadt!"

Wien (Grüne) - Als "späte Erkenntnis" bezeichnet Grün-Stadträtin
Maria Vassilakou Strassers Eingeständnis, dass Wien zu wenig
PolizistInnen hat: "Die Wiener Grünen haben schon in den 90er Jahren
mehr Exekutiv-BeamtInnen für die Bundeshauptstadt gefordert.
Glücklicherweise ist Wien immer noch eine der sichersten Weltstädte.
Um den Status zu behalten sind aber tatsächlich neue Konzepte und
Ideen für eine Millionenstadt vonnöten."

Zu den Ideen der Wiener VP und FP, eine Art "Para-Polizei" auf
kommunaler Basis zu schaffen hält die Sicherheitssprecherin der
Wiener Grünen allerdings gar nichts: "In Griechenland gibt es eine so
genannte Stadtpolizei, die völlig ‚für die Katz' ist. Solche
Halb-PolizistInnen sind nur Kosmetikmaßnahmen von kommunalen
SicherheitspolitikerInnen, denn eine solche Stadt-Exekutivchen wäre
schlecht ausgebildet, hat kaum Kompetenzen und kostet der Kommune
unglaublich viel Geld. Geld im übrigen, die bekanntermaßen woanders
fehlt und nur wegen Versäumnisse des Innenministeriums ausgegeben
werden würden."

Zwt.: Sicherheitspolitik braucht kreative Lösungen

Die Wiener Grünen wünschen sich kreative Lösungen für Wien.
Vassilakou: "In den nächsten fünf Jahren benötigt Wien zusätzlich
1.500 PolizistInnen. In einer vielfältigen Stadt wie Wien ist dabei
unerlässlich, wenn auch verstärkt Personen mit Migrationshintergrund
in den Polizeidienst aufgenommen werden." Stadträtin Vassilakou
erläutert diese Überlegungen an dem von Strasser gerne erwähnten
Beispiel der "Rumänenbanden": "Wie ließen sich organisierte
kriminelle Gruppen besser bekämpfen als durch BeamtInnen, die die
Sprache, die Menschen und den soziokulturellen Hintergrund kennen?
Exekutivbeamte, die Rumänisch sprechen wäre da nicht nur eine Hilfe,
sondern würden die Kompetenz der Polizei enorm verbessern. Die USA
beschäftigen beispielsweise in der Terrorbekämpfung nicht zufällig
zahlreiche MitarbeiterInnen arabischer Herkunft."

Als weitere wichtige Maßnahmen für eine effektive
Sicherheitspolitik nennt Vassilakou die verbesserte Aus- und
Fortbildung der Polizei, der Abbau von Stress bei den BeamtInnen und
die Einhaltung von BürgerInnen- und Menschenrechtsstandards für die
Exekutive. "Gut bezahlte, stressfreie BeamtInnen können entspannter
und effektiver ihre Arbeit erledigen. Zudem ist es dringend an der
Zeit in fundierte Ausbildungs- und Weiterbildungsmaßnahmen für
PolizistInnen zu investieren. Eine internationale Stadt wie Wien
braucht eine internationale Polizei, die auch internationale
Menschenrechtsstandards schützt und selbst vorlebt", so Vassilakou
abschließend.

OTS0107    2003-10-20/11:43

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