• 20.10.2003, 11:03:45
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Hubert Wipplinger - kein "Schreibtischpräsident"

Linz (OTS) - AK-Präsident Hubert Wipplinger legt heute in der um
16 Uhr beginnenden Vollversammlung sein Amt zurück. Er löste am 1.
August 1999 Fritz Freyschlag als Präsident der oberösterreichischen
Arbeiterkammer ab. Zuvor war Wipplinger 17 Jahre lang Vizepräsident.
Wipplinger wurde am 6. August 1941 in Taufkirchen an der Pram
geboren. Sein Vater Alois war ÖBB-Bediensteter, die Mutter Theresia
Hausfrau. Nach der Schulzeit begann er eine Lehre als
Betriebsschlosser bei der Schärding Granit, wo er bis 1967
beschäftigt war.
Schon als Lehrling bei Schärding Granit trat Hubert Wipplinger der
Gewerkschaft bei. Vor seiner Übersiedlung nach Linz war er drei Jahre
stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, 1964 wurde er
Landesjugendobmann der Gewerkschaft Bau-Holz.
1967 wechselte Wipplinger von Schärding Granit als Sekretär zur
Gewerkschaft Bau-Holz. Im selben Jahr wurde er auch Landesobmann der
Gewerkschaftsjugend und Gemeinderat in Diersbach bei Schärding.
Ab 1975 war Wipplinger Landessekretär seiner Gewerkschaft. Der
Vollversammlung und dem Vorstand der oberösterreichischen
Arbeiterkammer gehört Wipplinger seit 1974 an. Im Jahr 1982 wurde er
zum AK-Vizepräsidenten gewählt. Seit 1989 ist er Vorsitzender der
ÖGB-Landesexekutive und von 1979 bis 1991 war er Gemeinderat in
Linz.
Wipplinger ist außerdem stellvertretender Bundesvorsitzender der
Gewerkschaft Bau-Holz, seit Herbst 2000 Vizepräsident der
Bundesarbeitskammer und vertritt die Anliegen der
oberösterreichischen Arbeitnehmer auch in der Gebietskrankenkasse und
im Berufsförderungsinstitut. Er ist Träger zahlreicher
Auszeichnungen, unter anderem wurde ihm 1993 das Goldene Ehrenzeichen
für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Seit 2001
besitzt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich und die
Viktor-Adler-Plakette.
Mit seiner Gattin Hermine - sie stammt ebenfalls aus Taufkirchen -
ist Hubert Wipplinger seit 1963 verheiratet. Der Ehe seines Sohnes
Manfred und der Schwiegertochter Brigitte entstammt sein Enkel
Florian.
Hubert Wipplinger legte großen Wert darauf, kein
"Schreibtischpräsident" zu sein. In zahlreichen Betriebsbesuchen
informierte sich Wipplinger immer wieder aus erster Hand, wo die
Arbeitnehmer der Schuh drückt. Seine Hauptanliegen waren - und sind -
der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, Maßnahmen gegen das
Schwarzunternehmertum, die bessere Vereinbarkeit von Familie und
Beruf, das Schließen der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen
und die ganz besonders die Erhaltung des arbeitsfreien Sonntags.

OTS0082    2003-10-20/11:03

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