Hubert Wipplinger - kein "Schreibtischpräsident"

Linz (OTS) - AK-Präsident Hubert Wipplinger legt heute in der um
16 Uhr beginnenden Vollversammlung sein Amt zurück. Er löste am 1. August 1999 Fritz Freyschlag als Präsident der oberösterreichischen Arbeiterkammer ab. Zuvor war Wipplinger 17 Jahre lang Vizepräsident. Wipplinger wurde am 6. August 1941 in Taufkirchen an der Pram geboren. Sein Vater Alois war ÖBB-Bediensteter, die Mutter Theresia Hausfrau. Nach der Schulzeit begann er eine Lehre als Betriebsschlosser bei der Schärding Granit, wo er bis 1967 beschäftigt war.
Schon als Lehrling bei Schärding Granit trat Hubert Wipplinger der Gewerkschaft bei. Vor seiner Übersiedlung nach Linz war er drei Jahre stellvertretender Betriebsratsvorsitzender, 1964 wurde er Landesjugendobmann der Gewerkschaft Bau-Holz.
1967 wechselte Wipplinger von Schärding Granit als Sekretär zur Gewerkschaft Bau-Holz. Im selben Jahr wurde er auch Landesobmann der Gewerkschaftsjugend und Gemeinderat in Diersbach bei Schärding.
Ab 1975 war Wipplinger Landessekretär seiner Gewerkschaft. Der Vollversammlung und dem Vorstand der oberösterreichischen Arbeiterkammer gehört Wipplinger seit 1974 an. Im Jahr 1982 wurde er zum AK-Vizepräsidenten gewählt. Seit 1989 ist er Vorsitzender der ÖGB-Landesexekutive und von 1979 bis 1991 war er Gemeinderat in Linz.
Wipplinger ist außerdem stellvertretender Bundesvorsitzender der Gewerkschaft Bau-Holz, seit Herbst 2000 Vizepräsident der Bundesarbeitskammer und vertritt die Anliegen der oberösterreichischen Arbeitnehmer auch in der Gebietskrankenkasse und im Berufsförderungsinstitut. Er ist Träger zahlreicher Auszeichnungen, unter anderem wurde ihm 1993 das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich verliehen. Seit 2001 besitzt er das Goldene Ehrenzeichen des Landes Oberösterreich und die Viktor-Adler-Plakette.
Mit seiner Gattin Hermine - sie stammt ebenfalls aus Taufkirchen -ist Hubert Wipplinger seit 1963 verheiratet. Der Ehe seines Sohnes Manfred und der Schwiegertochter Brigitte entstammt sein Enkel Florian.
Hubert Wipplinger legte großen Wert darauf, kein "Schreibtischpräsident" zu sein. In zahlreichen Betriebsbesuchen informierte sich Wipplinger immer wieder aus erster Hand, wo die Arbeitnehmer der Schuh drückt. Seine Hauptanliegen waren - und sind -der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit, Maßnahmen gegen das Schwarzunternehmertum, die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, das Schließen der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen und die ganz besonders die Erhaltung des arbeitsfreien Sonntags.

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