- 16.10.2003, 13:55:13
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Unabhängige GewerkschafterInnen: "Mit Sparen im Bildungsbereich muss Schluss sein"
Wien (OTS) - "Die ÖVP-FPÖ-Regierung hat den Sozial- und
Bildungsabbau dramatisch beschleunigt. Auf internationaler Ebene
betreiben WTO und EU mit GATS und EU-Grünbuch 2003 die
Liberalisierung und Privatisierung aller öffentlichen Dienste. Die
Unabhängigen GewerkschafterInnen (UG) erwarten daher vom ÖGB und
seinen Gewerkschaften, alle Versuche der Kommerzialisierung und
Privatisierung öffentlicher Dienste nicht nur in Anträgen zu
kritisieren, sondern auch in der täglichen Praxis wirksamer als
bisher zu bekämpfen", so der UG-Vertreter und Lehrer Reinhart
Sellner.
Für den Bildungsbereich fordert Sellner "die Sicherung und den
Ausbau des öffentlichen, unentgeltlichen und demokratisch
organisierten Bildungswesens." Nur dieser garantiere den Zugang zu
einer guten Bildung und Ausbildung für alle Kinder der Gesellschaft,
unabhängig vom Einkommen der Eltern. Im Schulbereich ist die
Einführung der Ganztagsschule, die Senkung der
Klassenschülerhöchstzahlen, sowie die Rücknahme der Stundenkürzungen
ein Gebot der Stunde. "Mit dem Sparen im Bildungsbereich muss Schluss
sein", so Sellner. Im Bereich der Universitären Bildung fordert
Sellner zudem die Rücknahme des Universitätsgesetzes 2002, sowie die
ausreichende personelle und materielle Ausstattung durch die
öffentliche Hand.
"Wir wissen, dass Bildung kostet. Wir wissen aber auch: Österreich
ist eines der reichsten Länder der Welt. Ein anderes Steuersystem ist
möglich und notwendig, eines mit Wertschöpfungsabgabe und
Vermögensbesteuerung. Hier muss eine neue Verteilungsdiskussion der
Gewerkschaften ansetzen", schließt Sellner.
Information: AUGE - Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/UG, 505
19 520
OTS0191 2003-10-16/13:55
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