• 16.10.2003, 12:10:10
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  • OTS0133 OTW0133

LR Bischof: Neue Ausbildungsordnung für Pflegeberufe

"Pflegedialog" unterstützt Vorarlberger Forderungen

Bregenz/Wien (VLK) – "Wir brauchen eine völlige
Neugestaltung der Ausbildungsordnung für die Pflegeberufe,
die auf den Bedarf und die verschiedenen Tätigkeitsfelder
Rücksicht nimmt." Das erklärte Vorarlbergs
Gesundheitsreferent Landesrat Hans-Peter Bischof beim so
genannten "Pflegedialog" in Wien. Erfreulich aus Sicht des
Landes: Breite Unterstützung für Vorarlbergs Forderung nach
einer Änderung des Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes.
****

Die Initiative zum "Pflegedialog" kommt von
Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. Dabei geht es in
erster Linie um Reformen im Bereich der Pflegeberufe. An
der ersten Gesprächsrunde nahmen Vertreter der betroffenen
Ministerien, der Länder sowie zahlreicher Organisationen
und Einrichtungen aus dem Pflege- und Sozialbereich teil.

Vorarlberg fordert seit Jahren eine Änderung des
Gesundheits- und Krankenpflegegesetzes, mit der die
Ausbildungssituation für die Pflegeberufe verbessert werden
kann. Landesrat Bischof zeigte sich erfreut, dass die
Vorarlberger Position jetzt endlich anerkannt wird und
österreichweit breite Unterstützung findet. Für ihn geht es
vor allem darum, die unterschiedlichen Anforderungen an die
verschiedenen Berufsbilder auch in der Ausbildung zu
berücksichtigen. "Es macht doch einen Unterschied, ob
jemand auf einer Intensivstation, in einem Operationssaal
oder in der Altenpflege arbeiten will. Darauf müssen auch
die Ausbildungen ausgerichtet sein", so der Vorarlberger
Gesundheitsreferent. In diesem Sinne müssen dann für die
Berufsausübung auch die Kompetenzen klar geregelt sein, wer
was tun darf – von der Heimhelferin über die diplomierte
Fachkraft bis zum Pflegeexperten auf Universitätsniveau.

Einheitliche Ausbildungsstandards

Unsere Gesellschaft wird immer älter und die Zahl der zu
pflegenden Menschen immer größer. Die Pflegeintensität für
den Einzelnen wird stark differenziert sein. "Wenn wir
diesen unterschiedlichen Bedarf wirklich patientengerecht
erfüllen wollen, müssen wir die Anreize erhöhen, eine
Ausbildung im Sozial- oder Gesundheitsbereich in Angriff zu
nehmen", so Landesrat Hans-Peter Bischof. Diejenigen, die
diesen Beruf ergreifen wollen, müssen auch wissen, "wie sie
dran sind". Dazu braucht es auf jeden Fall einheitliche
Ausbildungsstandards für ganz Österreich. Es muss auch
geklärt werden, wie die Zeitspanne zwischen Schulabschluss
und Beginn der Ausbildung im Pflegeberuf sinnvoll
geschlossen werden kann.

Modulares Ausbildungssystem

Für Landesrat Bischof soll mit dem neuen
Ausbildungsmodell der Weg von der Schule bis zum
universitären Abschluss als Pflegeexperte klar definiert
werden. Er stellt sich dafür ein modulares, nach allen
Seiten offenes Ausbildungssystem vor, wie es von ihm seit
langem gefordert wird. Bis zu diesem "Pflegedialog" kam von
den Ländern dafür nur wenig Unterstützung. Jetzt haben sich
die Vorarlberger Argumente durchgesetzt. Es sei klar, so
Bischof, dass diese Ausbildung nur bundesweit einheitlich
geregelt werden kann. Der Bund habe deshalb die
Verpflichtung, neue Rahmenbedingungen für die Pflegeberufe
zu erstellen und eine österreichweit gültige
Ausbildungsordnung zu erarbeiten.
(hh/ug),nvl)

OTS0133    2003-10-16/12:10

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