- 16.10.2003, 11:48:01
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Kukacka: Das wichtigste Kapital der ÖBB sind zufrieden Kunden!
~ Schaffung von Leistungsverträgen zwischen Bund und den ÖBB nach Schweizer Vorbild - Wir wollen kein Einsparungsdienstrecht sondern ein Gleichbehandlungsdienstrecht ~
Wien, 16. Oktober 2003 (OTS) "Das wichtigste Kapital der ÖBB sind
nicht die staatlichen Zuschüsse, sondern zufriedene Kunden die gerne
mit den ÖBB fahren und die stolz auf das Unternehmen sind", erklärte
heute, Donnerstag, Verkehrsstaatssekretär Mag. Helmut Kukacka
anlässlich des bundesweiten ÖVP-Aktionstages zur ÖBB-Reform in einer
gemeinsamen Pressekonferenz mit dem Wiener Landesparteiobmann
Finanzstaatssekretär Dr. Alfred Finz. ****
"Mit der ÖBB-Reform sollen deshalb nicht nur die
Unternehmensstrukturen modernisiert und das Dienstrecht dem
vergleichbarer Unternehmen angepasst werden", betonte Kukacka. In
Zukunft solle sich ein modernes Dienstleistungsdenken und ein Wandel
in der Unternehmenskultur durchsetzen, und damit auch ein
entsprechender
Kundennutzen rasch sichtbar gemacht werden, führte der
Staatssekretär
aus.
Deshalb sei im neuen ÖBB-Strukturgesetz vorgesehen, nach Schweizer
Vorbild, mehrjährige Leistungsverträge zwischen Bund und den ÖBB
abzuschließen, in denen vertraglich festgelegt werde, welche
Leistungen die ÖBB erbringen und welche Ziele sie erreichen müssen,
um im Gegenzug die vereinbarten Finanzmittel zu erhalten.
Wesentliche Ziele der Leistungsvereinbarungen seien:
- Steigerung des ÖBB- Marktanteiles im öffentlichen Verkehr
- Erhaltung des hohe Sicherheitsniveaus
- Regelmäßigen Erhebung der Kundenzufriedenheit
- Erreichung eines im internationalen Vergleich hohen Standard an
Pünktlichkeit
- jährliche Steigerung der Produktivität in Personen- und
Güterverkehrsbereich und Qualität im Verkehr
Beim jüngsten Bahntest des VCÖ schnitten die Bahnhöfe relativ
schlecht ab. Jeder 2. Fahrgast beurteilt die Bahnhöfe mit den Noten
4 oder 5. Deshalb müsse auch die Bahnhofsoffensive konsequent
weitergeführt werden, forderte Kukacka. Besonders hob Kukacka das
Lob der Fahrgäste für das Zugpersonal hervor. Auf den Hauptstrecken
würden sich zwei Drittel der Fahrgäste "sehr gut" bzw. "gut" vom
Personal betreut fühlen, auf den Regionalstrecken immerhin jeder 2.
Fahrgast. "Auf diesem guten Urteil über das Bahnpersonal kann
weiter aufgebaut werden! Diese gut ausgebildeten und motivierten
Mitarbeiter sind ein wichtiges Kapital für eine erfolgreiche Zukunft
der Bahn", sagte Kukacka.
Abschließend stellte der Staatssekretär nochmals klar, dass es bei
der Reform des ÖBB-Dienstrechtes nicht um die Schaffung eines
"Einsparungsdienstrechtes" gehe, sondern um ein
Gleichbehandlungsdienstrecht, das vergleichbare Verhältnisse mit
anderen Unternehmen herstelle. "Wir wollen damit mehr Gerechtigkeit
für die Steuerzahler, aber auch für die Mitarbeiter in
vergleichbaren Verkehrsunternehmen schaffen", schloss Kukacka.
OTS0112 2003-10-16/11:48
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